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Wildschweinplage ist noch nicht im Griff

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:

Heimbach. „Zwei Wildschweine pro 100 Hektar”, auf diese Quote wollen drei Landräte in der Region, unter ihnen Wolfgang Spelthahn, die Wildschweinpopulation reduziert sehen. Allein am vergangenen Freitag wurden im Wald von Heimbach 27 Tiere geschossen.

Und zehn Schweine wurden in den letzten Tagen des Januar von Mitarbeitern des Nationalparks erlegt. Doch die Vorgabe „konnte noch nicht erreicht werden”, wie die zuständige Behörde jetzt mitteilte.

Eine gewisse Dramatik bekommt die Situation, weil im Rhein-Sieg-Kreis neun Fälle von Schweinepest aufgetreten sind. Außerdem gibt es aktuell auch im Rheinisch-Bergischen-Kreis einen positiven Befund. Deshalb geht jetzt bei Schweinezüchtern und Politikern die Angst um.

Es besteht die Befürchtung, dass die Schweinepest, die für Menschen unschädlich ist, auf Nutztiere im Kreis Düren überspringt. Die erheblichen finanzielle Einbußen, die den Bauern dann entstehen, müssen unter anderem vom Land NRW, also vom Steuerzahler, und von der „Tierseuchenkasse”, in die die Tierhalter einzahlen, übernommen werden.

Der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV), hat „eine sofortige und durchgreifende Bekämpfung der Wildschweine” gefordert. Das Überspringen der Schweinepest auf Nutztierbestände müsse in jedem Fall verhindert werden. Gefordert wird mehr „revierübergreifende Bejagung”, zuletzt auch von NRW-Umweltminister Eckard Uhlenberg.

Die Schweinepest ist seit 1833 als Infektionskrankheit bekannt. Die Virusinfektion zählt zu den gefährlichsten Schweinekrankheiten überhaupt und ist bis heute schwer kontrollierbar. Sie gilt als Tierseuche und ist anzeigepflichtig.

Die Bekämpfung nach Ausbruch erfolgt grundsätzlich nach der Schweinepestverordnung durch die Veterinärbehörden.

In der Eifel hatten zuletzt Vollmondnächte und eine Schneedecke, von der sich die Tiere gut abheben, hohe Abschusszahlen ermöglicht. Im Nationalpark hat man seit Ende Oktober 2008 schon 300 Stück Schwarzwild erlegt. In Heimbach hatten voriges Jahr Wildschweine für Ärger gesorgt, weil sie Gärten, Wiesen und Felder umgegraben haben.

Ab dem 1. Februar sind die Jäger allerdings hinsichtlich der Wildschweine, die sie schießen dürfen, stark eingeschränkt. Nur Frischlinge, also noch nicht einjährige Tiere, dürfen ganzjährig bejagt werden.
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