Wiedereröffnung mit Weltklasse-Kunst

Von: Sandra Kinkel
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Freuen sich auf eine großartige Eröffnung des Günther-Peill-Preises: Bürgermeister Paul Larue, Dr. Eberhard Peill, Dr. Renate Goldmann, Hans Wabbel, Dr. Jochen Linke von der Landesregierung und Hubertus Schoeller (von links). Foto: Sandra Kinkel

Düren. Auch wenn am Sonntag König Fußball regiert, steht Düren ganz besonders im Zeichen der Kunst. Der neue Anbau des Leopold-Hoesch-Museums wird offiziell eröffnet, gleichzeitig wird der Günther-Peill-Preis an Gregor Schneider aus Mönchengladbach überreicht. Schneider hat bereits den „Goldenen Löwen” der Biennale von Venedig gewonnen. Der Peill-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Zur Eröffnung präsentiert Museumsdirektorin Dr. Renate Goldmann gleich sieben hochkarätige Ausstellungen. Dr. Renate Goldmann: „Zum einen zeigen wir im neuen Günther-Peill-Forum die Sammlung von Günther und Carola Peill nahezu komplett.” Das Sammlerpaar hat seine Sammlung der Klassischen Moderne dem Museum Ludwig in Köln vermacht.

In Düren wird sie zum ersten Mal zu sehen sein. Gezeigt werden Werke von Ernst Wilhelm Nay, Max Beckmann, Max Ernst, Wassily Kandinsky, Emil Nolde, Pablo Picasso und Oskar Schlemmer. Gregor Schneider zeigt seine Installation „Marienstraße”, die sich mit dem Thema Tagebau auseinandersetzt.

Ein originaler Straßenabschnitt der Marienstraße in Pier ist von Gregor Schneider ins Hoesch-Museum transferiert worden. Sven Johne, einer der beiden Peill-Stipendiaten, zeigt seine Arbeit „Winter/Badende”, die durchaus dokumentarischen Charakter hat.

Der zweite Peill-Stipendiat ist Michael Sailstorfer. Seine eigens für das Leopold-Hoesch-Museum entstandene multimediale Arbeit heißt „Schwarzwald”. Sailstorfer ein Waldstück schwarz gefärbt und überträgt es live ins Internet. Der Hubertus-Schöller-Stiftung ist es zu verdanken, dass es ab Sonntag in Düren ein farbiges Lichtballett von Otto Piene geben wird.

„Hommage an Madame Thelen” ist die Ausstellung überschrieben, die die Sammlung des aus Düren stammenden Orthopäden Dr. Peter-Anton Thelen zeigt. Thelen ist großer Liebhaber des Künstlers Wolf Vostell.

Der Berliner Künstler Daniel Pflumm zeigt Leuchtkästen, die Werbung dekonstruieren und entleeren, weil sie ohne jeden Schriftzug daherkommen. Er hat zudem das neue Logo für das Hoesch-Museum und das Papiermuseum gestaltet.

Für die künstlerische Gestaltung der neuen Museumscafeteria hat Claus Föttinger gesorgt, der den gesellschaftlichen Wandel in Reflexion extremer Naturphänomene thematisiert.

Kunst zum Anfassen und zum Mitmachen

„Treffpunkt Düren”, unter diesem Motto wird am Sonntag, 27. Juni, um 12 Uhr das Leopold-Hoesch-Museum nach vierjähriger Bauzeit wiedereröffnet.

Um 13, 14 und 15 Uhr werden Führungen durch den Altbau und das neue Günther-Peill-Forum angeboten. Die Museumsbesucher bekommen einen umfassenden Einblick in alle sieben Eröffnungsausstellungen.

Auf dem Museumsvorplatz stellt sich die neue „Werkloge” mit ihrer Leiterin Jeanine Bruno vor. Die Museumsbesucher können selbst an einer Kunstinstallation mitarbeiten. Für Musik sorgen die beiden Discjockeys Hans Nieswandt und Dirk Scheuring.

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