Wie wird Düren im Jahr 2028 aussehen?

Von: Ingo Latotzki
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Ein Blick auf Düren: Zu erkennen sind wichtige Schaltzentralen, in denen Entwicklungen vorangetrieben werden können, unter anderem Rat- und Kreishaus, zudem die Sparkasse. Foto: Ingo Latotzki
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Dürens CDU-Chef Thomas Floßdorf hat ein Zukunftspapier für die Stadt vorgelegt.

Düren. Als eine „Riesenchance für Düren“ hat CDU-Chef Thomas Floßdorf am Mittwoch die Ansiedlung eines großen Containerterminals bei Arnoldsweiler bezeichnet. Düren müsse für Logistik der erste Ansprechpartner werden – das schreibt der 35-Jährige in seinem gerade fertig gestellten Positionspapier zur Zukunft der Stadt Düren. Darin beschäftigt er sich mit Entwicklungen auf den Themenfeldern Wohnen, Bildung, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Handel.

Floßdorf betrachtet einen Zeitraum von 15 Jahren, also bis 2028. „Das Papier ist eine Diskussionsgrundlage“, sagt er jetzt, „es soll nun in der Partei und mit den Menschen debattiert werden.“ Einen Anspruch auf Richtig– oder Vollständigkeit habe seine Ausarbeitung nicht.

Der Dürener CDU-Chef stellte im Zusammenhang mit dem zwischen Arnoldsweiler und Merzenich geplanten Containerterminal klar, dass „die Bürger in die Entscheidungen eingebunden werden“. Er machte aber auch deutlich, dass es sich bei dem Millionenprojekt um einen Abwägungsprozess handele. Dass es Proteste gibt und weiter geben wird, sei klar. „Wenn Arnoldsweiler aber eine Umgehungsstraße und einen ausreichenden Lärmschutz erhält, ist viel erreicht.“

Im März soll der Dürener Stadtrat über die Gründung einer Gesellschaft abstimmen, die sich mit den weiteren Planungen für das Großprojekt beschäftigt. Welche Dimensionen das Containerterminal im Einzelnen haben wird, ist noch unklar. Ein in Auftrag gegebenes Gutachten der Stadt wurde bislang noch nicht veröffentlicht.

In seinen Gedanken zur Entwicklung Dürens beschäftigt sich Thomas Floßdorf auch mit Wirtschaftspolitik. So formuliert er als mögliches Ziel, dass Düren die Zahl der Erwerbstätigen bis 2028 um zehn Prozent steigert. Unter anderem solle die Stadt Kompetenzzentrum der Region in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Berufsausbildung und -weiterbildung werden. Zudem sollen sich verstärkt Existenzgründer aus dem IT-Bereich ansiedeln.

Weiter sagte Floßdorf am Mittwoch, Wohnen in Düren müsse bezahlbar bleiben – anders, als derzeit in größeren Uni-Städten des Landes. Vorstellen kann sich der Christdemokart künftig eine Siedlung, die völlig frei von Autoverkehr ist oder eine Gebiet, das in der Lage ist, sich selbstständig mit Energie zu versorgen. „Wir müssen ökologischer denken“, so Floßdorf.

Dass Düren weiter Schulstadt bleiben soll, ist für den Gymnasiallehrer ausgemachte Sache. Ebenso sei absehbar, dass Düren künftig auch andere Formen, etwa Sekundarschulen, anbiete. Angesichts rückläufiger Schülerzahlen könne es heute keine Garantie für alle Schulen geben. Ob ein Gymnasium geschlossen werden muss, ließ er offen. Überdies soll das Ganztagsangebot in den kommenden Jahren an „die tatsächlichen Wünsche der Eltern angepasst werden“. Angemerkt

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