Wie die Schützenstraße aussehen könnte

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:

Düren. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das in etwa meint Henner Schmidt, wenn er sagt, seine Partei, die SPD, wolle sich zeitig den Herausforderungen stellen. Die Herausforderung: Die westliche Seite der Schützenstraße in Düren architektonisch so zu planen, dass Hinterhofatmosphäre und Schmuddelimage verschwinden, so der Fraktionschef der Dürener SPD.

Und das Ganze eben zeitig, das heißt jetzt, wo es zwar noch keinen Investor gibt, aber „Gedanken entwickelt werden sollten, an denen sich ein potenzieller Bauherr orientieren kann”. So sieht es Ulf Opländer, der Dürener SPD-Chef. Die Sozialdemokraten haben dazu Architekturstudenten der Fachhochschule Köln beauftragt, Entwürfe zu fertigen. Vier Arbeiten sind nun in eine Hochglanzbroschüre eingegangen (Auflage: 1000 Stück), die Interessierte bei der SPD bestellen können.

Die vier Entwürfe sehen unter anderem eine Wohn- und Geschäftsbebauung vor, Grünzüge oder Punkte, die die Dürener Geschichte aufnehmen. „Das war uns ganz wichtig”, sagt Henner Schmidt und erinnert an die Diskussion, der ehemaligen Synagoge, die einst an der Schützenstraße stand, zu einem würdigen Gedenken zu verhelfen. Das Architektur-Projekt wurde betreut von Professor Jürgen von Brandt, der sich zum zweiten Mal mit der Stadt Düren beschäftigt hat.

Die SPD hat vor zwei Jahren über ein ähnliches Projekt erarbeiten lassen, wie das Areal zwischen Museum und Hoeschplatz aussehen könnte. Den jetzigen Bereich an der Schützenstraße bezeichnete der Professor „als Niemandsland”. Unterschiedliche Fassaden, die Parkplatzsituation und der Zuschnitt einiger Gebäude trügen nicht zu einer ansehnlichen Atmosphäre bei.

Einer der am Donnerstag vorgestellten Entwürfe sieht neben dem Haus der Galeria Kaufhof und dem kleinen Parkplatz Richtung Post zwei kleinere Wohntürme mit viel Glas und Beleuchtungselementen vor. Über Kuben soll ein „Weg der Geschichte” entstehen. Auf dem fraglichen Areal verlief die Dürener Stadtmauer. Ein Wehrturm ist heute noch erhalten. Der jetzige Platz würde ein Platz bleiben - nur autofrei.

Die wegfallenden zirka 100 Stellplätze würden durch das noch zu bauende Parkhaus auf dem ehemaligen Posthof kompensiert, sagte Fraktionsvorsitzender Schmidt. Dass es für die nun vorgelegten Pläne Investoren geben muss, „ist uns klar”, sagte Ulf Opländer. Aber es sei sinnvoll, Vorstellungen zu haben, wie das Areal an der Schützenstraße aussehen könnte. Baudezernent Hans Wabbel sei jedenfalls angetan gewesen, berichteten die Sozialdemokraten am Donnerstagabend. Das sehe man auch daran, dass er für die Hochglanzbroschüre ein Grußwort geschrieben hätte.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert