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Wer kennt die kleine Rosemarie aus dem Hürtgenwald?

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Werner Hengstenberg war im Zweiten Weltkrieg als Soldat irgendwo im Hürtgenwald. Er sucht die Familie, bei der er damals gelebt hat. Das kleine Mädchen der Familie heißt Rosemarie und muss heute etwa 70 Jahre alt sein.

Hürtgenwald. „Ich denke, es ist für Werner Hengstenberg ein innerer Drang, die Menschen zu finden, bei denen er während des Krieges im Hürtgenwald gelebt hat.” Albert Trostorf aus dem Langerweher Ortsteil Merode engagiert sich seit vielen Jahren in der Gruppe „ZiF” (Zeitgeschichte: interdisziplinäre Forschungsgruppe) und interessiert sich sehr für den Zweiten Weltkrieg.

Zuletzt war Trostorf maßgeblich daran beteiligt, einen amerikanischen Soldaten zu identifizieren, dessen sterbliche Überreste in den 1970er Jahren bei Bauarbeiten auf einem Bauernhof in Merode gefunden worden waren. „Unsere Forschungsgruppe”, so Trostorf, „bekommt immer wieder Anfragen von ehemaligen Soldaten. Aber das Anliegen von Werner Hengstenberg ist für uns auch neu. Hoffentlich können wir ihm helfen.”

Werner Hengstenberg ist heute 85 Jahre alt und lebt in Bayern. Mit 17 war er als junger Soldat im Hürtgenwald stationiert - bei einer Familie, die eine kleine Tochter hatte. Rosemarie war damals um die fünf Jahre alt. „Es war im Oktober oder November 1944, als Werner Hengstenberg im Hürtgenwald war”, erzählt Albert Trostorf. „Als der junge Soldat damals von einem Einsatz zurück gekommen ist, war die Familie weg. Und Herr Hengstenberg hat nur noch dieses Foto des kleinen Mädchens gefunden.”

Auf der Rückseite des Bildes, das der Soldat von einst bis heute gut aufbewahrt hat, steht Rosemarie und dann Gerda oder Gerdo. „Wir sind uns nicht sicher”, so Trostorf, „ob das Mädchen Gerda mit zweitem Vornamen heißt oder ob Gerdo der Anfang des Nachnamens ist.”

Ein Gehöft am Waldrand

Erinnern kann Werner Hengstenberg sich noch an das Gehöft, auf dem er untergebracht war. „Das Haus”, so schreibt der Rentner an die interdisziplinäre Forschungsgruppe, lag am Waldrand. Das Gelände war ziemlich flach. Wenn man davor stand, sah man den Wald vor sich, das Wohnhaus war auf der linken Seite. Daneben gab es einen Stall mit sechs bis acht Stellplätzen und ein Heustadel.” An viel mehr kann Werner Hengstenberg sich heute nicht mehr erinnern. „Durch die Artilleriefeuer waren im ganzen Wald die Wipfel heruntergschossen. Alles war ein ziemliches Dickicht und eine Orientierung so kaum möglich”, berichtet Hengstenberg.

Albert Trostorf und seine Mitstreiter der Gruppe „ZiF” hoffen, dass sie Werner Hengstenberg helfen können, und die kleine Rosemarie von damals finden.

Jeder Hinweis ist hilfreich

Trostorf: „Wirklich jeder Hinweis kann helfen, Rosemarie und das Haus zu finden, wo Werner Hengstenberg untergebracht war. Wir möchten alle Leute bitten, sich bei uns zu melden.”

Ansprechpartner ist neben Albert Trostorf, Tel. 02423/6369, auch Karl-Heinz Pröhuber von der interdisziplinären Forschungsgruppe „ZiF”, Tel. 0241/555426. Herr Pröhuber ist täglich ab 9.30 Uhr zu erreichen.
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