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Wenn es klick macht bei Dürens Volleyballern...

Von: Guido Jansen
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Der nächste Punkt im Block: Dürens Georg Klein schiebt gegen Mitteldeutschland seine Hände an die richtige Stelle. Foto: Guido Jansen

Düren. „Wenn es bei uns klick macht, dann sind wir richtig gefährlich.“ So fasste Blair Bann, der Abwehrchef des Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren, die zwei Gesichter zusammen, die sein Team beim Heimsieg über den CV Mitteldeutschland am Mittwoch gezeigt hat.

3:1 (25:22, 19:25, 25:21 25:13) hat Düren gewonnen. So richtig klick gemacht hat es bei den Dürenern gegen Mitteldeutschland allerdings erst Anfang des letzten Satzes. Bis dahin hatten die Gastgeber in der Reihenfolge der Sätze erst wackelig, dann mit horrender Fehlerquote und danach solide, aber nicht berauschend gespielt.

„Man muss auf die vergangenen Tage schauen“, sagte Trainer Michael Mücke. „Wir haben in Friedrichshafen fünf Sätze gespielt, waren erst am frühen Montagmorgen zurück in Düren.“ Die sonst üblichen freien Tag nach einem Auswärtsspiel an einem Sonntag musste entfallen, da mittwochs die Mitteldeutschen warteten. „Da klappt es eben nicht immer, dass man frisch auf dem Feld steht“, erklärte der Trainer das enorm wechselhafte Niveau in der ersten Hälfte des Spiels. „Das konnte man selbst bei der WM bei den Spitzenmannschaften feststellen.“

Was bei der Weltmeisterschaft in Polen ebenfalls zu beobachten war: Die großen Mannschaften haben dann gewechselt und wurden so stärker. Genau das zeigen die Powervolleys im Moment auch. Spielmacher Tomas Kocian und Angreifer Sebastian Gevert kamen am Mittwoch aufs Feld und machten die Gastgeber stark. „Du stehst in der Auswechselzone und siehst, was nicht gut läuft“, erklärte Blair Bann die Perspektive. „Dann hast du die Chance, genau das besser zu machen.“ Satz zwei war ob der hohen Fehlerquote schon verloren, als Mücke so viel wie möglich wechselte.

Durchgang drei lief dann zunächst deutlich besser. Bis zur 17:10-Führung für Düren, die die Gastgeber innerhalb weniger Minuten beinahe wieder verspielt hätten. „Das darf uns nicht passieren“, sagte Tomas Kocian. „Ein Ball klappt nicht. Und dann fängt so eine Kette mit schlechten Aktionen an.“ Ein oder zwei schlechte Aktionen können immer passieren. „Wichtig ist, wie du danach reagierst“, erklärte Kocian. Jeder müsse sich dann darauf konzentrieren, die grundsätzlichen Dinge richtig zu machen, statt zu versuchen, mit einem Angriff zwei Punkte auf einmal zu machen. Punkt für Punkt – anders geht es im Volleyball weder rechnerisch, noch mental.

Dürens Volleyballer haben das für den Rest der Partie berücksichtigt. Der Lohn war ein vierter Satz wie aus dem Bilderbuch. Die Powervolleys führten schnell 6:0. Nicht, weil der Gegner Eigenfehler produzierte, sondern weil die Gastgeber schlicht deutlich besser waren. Mückes Antwort auf die Frage, wie man die Punkt-für-Punkt-Mentalität und die Klick-Momente erreichen kann: „Training, Training, Training.“ Am Donnerstag allerdings nicht. Da hatte die Mannschaft den überfälligen freien Tag.

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