Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Wenn die Fäuste fliegen, haben Polizisten viel zu tun

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:
polizei_bu
Vor der Zelle: Theo Happe und Willi Jörres (v.r.). Foto: Margret Vallot

Düren. Wenn Menschen in Streit geraten, kann es passieren, dass ihnen die Situation entgleitet: Dem Wortgefecht folgt ein Handgemenge, zwei dreschen aufeinander ein, schließlich fliegen die Fetzen.

Meistens versuchen zunächst Nachbarn, Freunde oder Verwandte die Streithähne zu trennen. Doch wenn das nicht gelingt, wenn keiner mehr weiter weiß, dann wird die 110 gewählt.

Für Frieden müssen jetzt zwei Streifenbeamte sorgen, „die auch nur Menschen sind”, wie Kriminaloberkommissar Theo Happe sagt. Wie gehen die Beamten vor?, das wollten die „DN” von Happe und seinem Kollegen Willi Jörres wissen.

Streite zu schlichten, das ist Alltag für die Polizei. Drei Mal mussten Beamte allein am Donnerstagvormittag deeskalieren: Zunächst wollten in einer Schule zwei Mädchen ein anderes verprügeln und ließen sich von den Lehrern nicht vertreiben. Dann gab es einen Streit in einem Bildungszentrum, und im dritten Fall ging es um eine Hecke, wegen der sich Nachbarn ein knallhartes Wortgefecht leisteten.

Bei Schlägereien sind die Beteiligten oft betrunken. Wenn diese Leute sich nicht entfernen, sondern weiter aufeinander einschlagen, „dürfen die Kollegen Gewalt anwenden”, so Jörres. Dann klicken nicht selten die Handschellen. Und: Wenn zum Beispiel jemand mit einem Barhocker um sich schlägt, „müssen die Kollegen sich auch selbst schützen”.

Endstation für einen unbelehrbaren Raufbold ist die „Ingewahrsamnahme”. Sechs Zellen stehen in Düren zur Verfügung, dort bleibt der „Schläger”, bis er wieder nüchtern ist. Dabei wissen erfahrene Beamte: Nüchtern sind die Betroffenen gewöhnlich total friedlich und schütteln über sich selbst den Kopf.

Schlägereien häufen sich übrigens zu Karneval. Und weil die tollen Tage vor der Türe stehen, sind die Beamten vorbereitet. Sie werden, falls sechs Zellen nicht reichen, in Richtung Gerichtsgebäude ausweichen. Dort gibt es weitere Zellen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert