Weniger Einsätze, aber Brände und Rangeleien in Aachen

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Viel Arbeit für die Polizei: In der Aachener Komphausbadstraße ist es in der Silvesternacht zu einer größeren Rangelei gekommen. Foto: psm

Aachen/Düren/Heinsberg. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ist zum Jahreswechsel landesweit zu 3474 Einsätzen ausgerückt. Das waren einige Hundert weniger als 2009/2010.

In 920 Fällen sei es um Körperverletzung, in 720 um Ruhestörung und in 348 um Sachbeschädigung gegangen, teilte das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste am Samstagmorgen mit.

In Aachen kam es im Havanna in der Komphausbadstraße zu größeren Rangelei, bei der nach ersten Informationen eine Person verletzt wurde. Auch in der Blondelstraße gab es offenbar eine größere Auseinandersetzung.

In der Städteregion war das Einsatzaufkommen wie in ganz NRW rückläufig: Es gab 221 Einsätze, 2010 waren es noch 253 gewesen. Die Polizeileitstelle in Aachen registrierte 453 Notrufe und musste unter anderem 18 Körperverletzungen, 30 Streitigkeiten, 19 Schlägereien, 18 Randalierer und fünf Sachbeschädigungen bearbeiten.

Relativ ruhig verlief die Silvesternacht nach Angaben der Polizei im Kreis Heinsberg. Zwischen 18 Uhr und 6 Uhr wurden 70 Einsätze registriert. Einschreiten mussten die Polizeibeamten bei Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, hilflosen Personen und Randalierern.

Im Vergleich zum Jahreswechsel 2009/2010 hat die Dürener Polizei in der Silvesternacht einen Rückgang von 134 auf 119 Einsätze im Kreis verbuchen können. Die Beamten wurden wegen alkoholisierten Partygästen und Sachbeschädigungen durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern gerufen. Darüber hinaus wurden im Laufe der Nacht zehn Einbrüche im Kreis Düren gemeldet. Bei den verstärkten Kontrollen gegen Alkohol am Steuer mussten in zwei Fällen Blutproben angeordnet werden.

Gegen 1.45 Uhr wurden zwei Polizisten in einer Gaststätte im Jülicher Nordviertel bei einem Einsatz verletzt, als sie einen Streit unter Gästen beenden wollten: Eine Polizeibeamtin, die versucht hatte, den Streit zu schlichten, wurde von einer 44-jährigen Jülicherin beleidigt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die alkoholisierte Frau wurde zur Polizeiwache gebracht und verletzte unterwegs einen weiteren Kollegen leicht. Gegen die aggressive Jülicherin wurde ein Strafverfahren eröffnet und ihr wurde eine Blutprobe entnommen. Da sie sich nicht beruhigte, musste sie die Nacht im Gewahrsam der Polizei verbringen.

Außerdem wurde die Polizei in ganz NRW zu 260 Bränden gerufen. Die übrigen Fälle betrafen unter anderem allgemeine Hilfeersuchen und Hausfriedensbrüche.

In Aachen rückte die Feuerwehr in der Neujahrsnacht zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus aus. Ein dort vermisster 85-jähriger Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Ersten Vermutungen zufolge soll es sich um den Wohnungsinhaber handeln. Überdies erlitten zwei Menschen eine Rauchvergiftung und wurden ins Krankenhaus gebracht, wie die Feuerwehr in Aachen am Samstag mitteilte. Warum das Feuer in dem Mehrfamilienhaus ausbrach, ist noch ungeklärt.

Silvesterfeuerwerk könnte Brandursache sein

Ebenfalls in Aachen wurde in der Neujahrsnacht bei einem Feuer in einer Kirche der gesamte Hochaltar des Gotteshauses zerstört. Das teilten Polizei und Feuerwehr in Aachen am Samstag mit. Demnach wurde die Feuerwehr bereits kurz nach Mitternacht alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen Teile des Kirchenschiffes sowie der Altar bereits in Flammen. Ein Übergreifen des Feuers auf das Dach der ökumenisch genutzten Kirche St. Nikolaus konnte jedoch verhindert werden.

Über die genaue Ursache des Brandes, bei dem nach ersten Schätzungen Sachschaden in sechsstelliger Höhe entstanden sein könnte, gibt es nach Auskunft der Polizei noch keine Erkenntnisse. Ein zerstörtes Fenster der Kirche lasse jedoch vermuten, dass der Brand in Zusammenhang mit dem Silvesterfeuerwerk steht, sagte ein Sprecher der Polizei.

Zwei Kleinkinder und fünf Erwachsene erlitten Rauchvergiftung

In St. Augustin wurden in der Nacht zu Samstag bei einem Wohnungsbrand sieben Menschen verletzt. Um kurz nach Mitternacht war hier auf dem Balkon einer Wohnung in der zweiten Etage eines Hochhauses zunächst ein Sessel in Brand geraten, ausgelöst vermutlich durch einen Feuerwerkskörper. Die Flammen schlugen nach Angaben der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis auf die dazugehörige, leerstehende Wohnung über. Zwei Kleinkinder und fünf Erwachsene aus angrenzenden Wohnungen mussten angesichts der starken Rauchentwicklung mit leichten Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf 150.000 Euro.
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