Weltweit leiden 200 Millionen Frauen an Genitalverstümmelung

Von: mie
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Margret Lauscher berichtete anlässlich des Weltmädchentages der Vereinten Nationen auch von ihren Erfahrungen, die sie als ehrenamtliche Mitarbeiterin des Vereins LebKom gemacht. Foto: Alina Miebach

Düren. Der Weltmädchentag der Vereinten Nationen bot am Mittwoch dem LebKom e.V. Gelegenheit, das Thema der Genitalverstümmelung bei Säuglingen, Mädchen und jungen Frauen zu besprechen und im Rahmen einer Lesung interessierte Zuhörer zu informieren. Der Verein setzt sich dafür ein, die Lebensbedingungen für Frauen in ihren Ländern zu verbessern, speziell in Afrika und Asien.

Christina van Essen, die Frauenbeauftragte der Stadt Düren, Schirmherrin und Kooperatorin der Veranstaltung, gab zu Beginn der abendlichen Veranstaltung einige Grundinformationen des Projektes preis, bevor die Lesung startete: „Leider ist dieses Thema für viele sehr sperrig, weil es sexueller Natur ist, aber wir müssen – auch in Deutschland – die Unwissenheit besiegen, uns informieren und Mädchen vor Genitalverstümmelung schützen.“

Weltweit sind 200 Millionen Frauen der Tortur ausgesetzt, 70 Prozent davon in Afrika. Diese Praktik ist eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen, die weltweit immer noch am stärksten verbreitet ist.

Margret Lauscher gibt gemeinsam mit Manfred Lauscher und Christina van Essen Müttern und Vätern eine Stimme. Es brauche präventive Maßnahmen, um bedrohte Mädchen und Frauen davor zu schützen. Margret Lauscher berichtete von ihren Erfahrungen und dem Fulda-Mosocho Projekt im Rahmen ihrer Lesung zum Thema „Wüstenblume muss nicht sein – die Kisii, das Wissen und der Wandel“. Sie arbeitet als ehrenamtliche Mitarbeiterin bei LebKom. Sie war selbst schon in Kenia und hat sich vor Ort ein Bild der Situation gemacht.

Alexandra Prinz sorgte für einen musikalischen Rahmen.

Das Herzstück der Lesung bildeten bewegende biografische Kurztexte aus dem Fulda-Mosocho-Projekte, in denen kenianische Mütter und Väter berichten, wie es nun gelingt, immer mehr Mädchen vor der Beschneidung zu retten. Auch der Kurzfilm „Joyce“, den Lauscher an dem Abend zeigte, erzählt von einem der ersten Mädchen, die verschont werden konnte.

Das Projekt zählt lauf UNICEF zu den weltbesten seiner Art und ist aufgrund der flächendeckenden Erfolge für den Menschenrechtspreis des Europaparlaments nominiert worden. Mehr Lebensqualität soll es damit für alle geben, Armut soll überwunden werden und die Gesundheit und Bildungschancen sollen erhöht werden.

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