Düren - Weltfrauentag: Matinée im Haus der Stadt Düren

Weltfrauentag: Matinée im Haus der Stadt Düren

Von: alba
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Sie sorgen dafür, dass das Thema Frauenrechte in Düren auf der Agenda steht: (v.l.) Anne Pentzlin, Anke Holtmann-Ritsch, Iris Papst, Gilla Knorr und Erika Janssen, Mitglieder im Frauenforum. Foto: Barth

Düren. Nach einer Daseinsberechtigung für den Weltfrauentag muss Gilla Knorr auch im Jahr 2014 nicht lange suchen. „Nur 26 Prozent der Sitze in den Deutschen Kommunalparlamenten sind mit Frauen besetzt. Der Frauenanteil der Professorenschaft an den Universitäten liegt bei 19 Prozent“ – nur zwei Statistikargumente, die die Leiterin des Frauenbüros Düren bemüht.

Der 8. März sei also völlig zurecht weiterhin das Datum, um auf die Diskriminierung von Frauen aufmerksam zu machen und ihre Rechte zu stärken. In Düren wird der 1911 eingeführte Aktionstag in diesem Jahr mit einer Matinée im Haus der Stadt begangen.

„Da der 8. März auf einen Samstag fällt, haben wir uns zu diesem Format am Vormittag entschlossen“, erklärt Gilla Knorr. Gemeinsam mit dem Dürener Frauenbüro präsentieren sich ab 11 Uhr die rund 20 im Frauenforum der Stadt vertretenen Organisationen, gemeinsam informieren sie über relevante Themen für Frauen im 21. Jahrhundert. Roter Faden der Matinée sind die Auftritte der Schauspielerinnen Brigitte Koch und Jule Vollmer. In acht Szenen unter dem Motto „Damenkarussell“ stellt das Duo unterschiedliche Situationen im Frauenalltag dar – im Konflikt, im Spaß, im Dialog. „Hier treffen unterschiedliche Charaktere aufeinander, die mitten aus dem Leben erzählen“, verspricht die Leiterin des Frauenbüros. „Ein Programm, das unterhält und gleichzeitig zum Nachdenken und Diskutieren anregt.“

Bekannte Probleme bekämpfen

Die brennenden Themen für die Vertreterinnen des Dürener Frauennetzwerks sind hinlänglich bekannt – ein Zustand, der Gilla Knorr und ihre Mitstreiterinnen ärgert. „Seit Jahren kämpfen Frauen für gleiche Bezahlung, berufliche Aufstiegsmöglichkeiten und Erleichterungen für gesellschaftliches oder politisches Engagement. Wir sind längst nicht soweit, dass man von Gleichberechtigung sprechen könnte.“

Dabei gebe es durchaus positive Entwicklungen, etwa die Bereitschaft vieler Männer, selber Elternzeit zu übernehmen. Allerdings würde den willigen Vätern das Vorhaben alles andere als leicht gemacht. „Arbeitgeber und die Politik, die Familien das Leben schwer macht.“ Neben der Auseinandersetzung mit den Themen der Zeit werden aber auch Meilensteine der Frauenbewegung gefeiert, etwa 95 Jahre Wahlrecht oder 65 Jahre Gesetz zur Gleichbehandlung. Argumente für die Notwendigkeit eines Aktionstages gebe es ansonsten aber auch gleich vor der Dürener Haustür. „Die Zahl der Frauen im Stadtrat geht ständig zurück“, warnt Gilla Knorr.

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