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Weiter Streit um den Kirchenvorstand in Schmidt

Von: kin
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Nideggen. „Der Vorwurf der groben Pflichtwidrigkeit ist vom Tisch. Gott sei Dank.” Adalbert van Londen, einer der acht entlassenen Kirchenvorstand der Pfarre St. Hubertus in Schmidt, klingt erleichtert.

Am 18. Februar hatte die Schiedsstelle des Bistums Aachen unter dem Vorsitz von Professor Peter Roggendorf zum Anhörungstermin geladen, in der dreieinhalbstündigen Sitzung wurde ein Einigungsvorschlag erarbeitet.

Wie die „DN” berichteten, war der komplette Schmidter Kirchenvorstand suspendiert worden. Den acht Männern war unter anderem vorgeworfen worden, Interna ausgeplaudert zu haben. Mittlerweile hat das Bistum in Schmidt den Vermögensverwalter Udo Klinkhammer mit den Aufgaben des Kirchenvorstands betraut.

„Wir sind froh”, so Adalbert van Londen, „dass das Bistum Aachen sich nicht länger der Erkenntnis verschließt, dass unsere Entlassungsbescheide rechtswidrig sind.” Trotzdem gibt es in Schmidt immer noch keine wirkliche Einigung. Als Entgegenkommen, so van Londen, seien die Mitglieder des Kirchenvorstandes bereit gewesen, dass vier von ihnen ihr Amt vorzeitig niederlegen. „Und zwar genau dann”, so van Londen, „sobald wir wieder offiziell Kirchenvorstände sind. Damit wollen wir auch dem Pfarrer einen Neubeginn mit dem Kirchenvorstand ermöglichen.” Dass eine endgültige Einigung noch nicht erzielt werden kann, liege daran, dass das Bistum einem der acht Punkte des Einigungsvorschlages von Peter Roggendorf nicht mehr zustimmen möchte. „Wir wollten, dass die Zusammenarbeit zwischen Pfarrer und Kirchenvorstand von außen professionell unterstützt wird”, so van Londen.

Das Bistum habe jetzt nach der Schiedsverhandlung erklärt, dass Verwalter Klinkhammer noch bis Juli im Amt bleiben und der alte Kirchenvorstand erst danach wieder eingesetzt werden solle. Van Londen: „Das können wir so nicht akzeptieren.” Die suspendierten Kirchenvorstände haben das in einem Schreiben an die Schiedsstelle formuliert. „Jetzt müssen wir abwarten, wie das Bistum entscheidet.”

Von Seiten des Bistums Aachen gab es am Montag übrigens keine Stellungnahme zum Schiedsspruch von Professor Peter Roggendorf. Franz Kretschmann von der Pressestelle des Bistums: „In dem Schiedsverfahren ist vereinbart worden, dass keine der beteiligten Parteien sich gegenüber der Öffentlichkeit äußert. Daran halten wird uns.” Einzig Professor Roggendorf, so Kretschmann weiter, „werde die Details des Schiedsspruches mitteilen. Der Professor der Katholischen Fachhochschule in Aachen war am Montag telefonisch nicht zu erreichen.
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