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„Weinbergschnecken“: Wichtel gehen mit der Elfe auf Rosinensuche

Von: Alina Miebach
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In der Backstube Rosinenglück geht es in der Vorweihnachtszeit doch etwas drunter und drüber, ehe sich am Ende zur Freude der vielen Besucher alles zum Guten wendet. Foto: Alina Miebach

Merzenich. Autor und Regisseur Michael Weyermann hat in Zusammenarbeit mit der Theatergruppe „Die Weinbergschnecken“ innerhalb eines Jahres ein Theaterstück für Jung und Alt auf die Beine gestellt. So kamen auch in diesem Jahr über 300 Zuschauer in die Weinberghalle nach Merzenich, um sich von den Darstellern in die Weihnachtswelt führen zu lassen.

„Die Theatergruppe gibt es nun schon seit 24 Jahren. Wir haben inzwischen die sechste Vorstellung, die an den vorherigen Tagen bereits von über 1500 Eltern und Kindern gesehen worden ist“, sagte Weyermann kurz vor dem Öffnen des Vorhangs.

In der einstündigen Vorstellung boten sieben Laiendarsteller ein abwechslungsreiches, spannendes Programm. „Wichtig ist uns, dass es alles kindgerecht ist“, betonte er. Bei den ganzjährigen Proben sind die Darsteller nicht nur für Text und Schauspiel, sondern auch für Kostüme, Requisiten und Gesamtbild des Stücks zuständig. Während der Vorstellung wechselte das Bühnenbild zwischen der Backstube Rosinenglück und dem Ur-Stollen, indem die Wichtel mit der Spürelfe auf Rosinensuche gingen.

Der „Gnarf“ machte den fleißigen Helfern bei ihrer dringend benötigten Suche jedoch einen Strich durch die Rechnung, in dem er diese stahl. Gemeinsam mit dem Publikum schmiedeten die Wichtel einen Plan, um den „Gnarf“ zu überführen. Auffällig und außergewöhnlich sind an dieser Stelle die Requisiten, die in mühevoller Handarbeit hergestellt worden waren.

Die Liebe zum Detail wird vor allen Dingen bei der Rosinenpistole und dem Trichter zur Aufladung des Stollenbands deutlich. „Wir müssen immer ganz laut singen, wenn das Laufband Strom braucht. Dann geht das wieder“, berichtet die sechsjährige Mia, die in der ersten Reihe Platz genommen hatte. Ihr Sitznachbar Oliver, sieben Jahre alt, bemerkte: „Ja, und um den ‚Gnarf‘ zu verscheuchen, müssen wir ganz feste mit den Füßen stampfen.“

Die Kinder fieberten während der gesamten Vorführung mit und gaben Ratschläge aus der ersten Reihe. Um den „Gnarf“ zu fangen und ihn zu befragen, was er mit den ganzen Rosinen gemacht habe, tüftelten die Wichtel an einem Plan, wohingegen Nadja Naschtzuviel, die Leiterin der Backstube, einen Jägertroll beauftragt hatte, um den „Gnarf“ zu fangen.

Während der Umbauten hinter dem Vorhang gelang es drei Frauen und einer kleinen Handpuppenmaus mit Weihnachtsliedern wie „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und „Kling, Glöckchen“ weihnachtliche Stimmung, zwischen den Reihen aufkommen zu lassen.

„Wir sind bereits die zweite Generation, die auf der Bühne steht. Meine Mutter hat damals mit angefangen“, sagte Weyermann fort. Die Begeisterung und die Mühen hatten sich jedoch auch in diesem Jahr gelohnt.

Mit Hilfe der Kinder im Publikum wurde der „Gnarf“ gefangen und entpuppte sich als Schwester der Spürelfe Rosinchen, die zu viel genascht hatte und steckengeblieben war. Die Lieferung für Rupert Rumpeltrecht wurde rechtzeitig zu Weihnachten fertiggestellt.

Nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsene waren zum Mitsingen verleitet worden. Die liebevollen Elemente im Stück stimmten Rupert, die Wichtel und alle Kinder zufrieden.

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