Weihnachtskonzert: Zwischen Moderne und Tradition

Von: Bruno Elberfeld
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Peter Blum (rechts stehend) und die Musiker des Musikvereins Erika sowie der Swingin‘ Trumpets erfreuten die Zuhörer in der Drover Kirche St. Martin mit ihrem Konzert.

Drove. Beeindruckt und nachdenklich verließen viele Konzertbesucher die kleine Kirche St. Martin. Ihr Musikverein Erika, der vor kurzem noch als „Tambourcorps Erika“ firmierte, hatte sie in einer guten Stunde, gemeinsam mit den Swingin‘ Trumpets, musikalisch und literarisch in eine Vorweihnachtsstimmung versetzt.

Exakt gespielte Töne

Das machten nicht nur die exakt gespielten Töne, die akkuraten Einsätze und Übergänge, sondern da machte es ein Phänomen, in vielen kleineren Orten noch immer anzutreffen, das gemeinhin unter den Begriff „Gemeinschaftsgeist“ einzuordnen ist. Dirigent Peter Blum gab nicht nur den Takt vor, sondern er ließ auch seine eigene Trompete erklingen, zeigte sich als Teil des Ganzen.

Blum übertrug auf seine Musiker seine Konzert-Philosophie. Da heißt es, die Instrumente von Laien in möglichst großer Harmonie erklingen zu lassen. Denn diese Männer und Frauen proben – oft wöchentlich – neben ihren Berufen in zäher, aber befriedigender Kleinarbeit.

Bunt gemischtes Programm

Das Programm des Weihnachtskonzerts war bunt gemischt. Aufweckendes mit „Fanfare and Flourishes“ zum Einstieg, Bekanntes mit „Marys Boychild“, beides Kompositionen, die den meisten Besuchern wohl geläufig waren. Christian Bachs „Rondo F-Dur“, ein Klavierstück für vier Hände und die „Nathan Hale Trilogie“ ließen das Konzert klassisch-international werden.

Programmmacher Blum ließ dann immer wieder die Zuhörer mitmachen, mitsingen, beteiligte sie an dem „Projekt Weihnachtskonzert“. Die „Mit-Sing-Lieder“ hieße: „Macht hoch die Tür“, „Tochter Sion“, „O du fröhliche“ und als Schlussakkord „Stille Nacht“.

Mit einem Medley erinnerten die Musiker an die unendlich vielen Melodien zum Advent und zu Weihnachten. „The Rose“, ein Duett für Posaune und Klavier, „Trumpet Tune“, Solist Peter Blum, begleitet von den Swingin‘ Trumpets, oder „Air“ von Johann Sebastian Bach, Melodien, die die Menschen zu Besinnung und Innehalten bringen sollen.

„Leningrad“, eine bekannte Pop-Ballade mit Weltruhm, die die Zerrissenheit der Welt und die Sehnsucht der Menschen nach Frieden zeigt, und natürlich „Heal the World“, einer der bekanntesten Songs von Michael Jackson, rundeten das Spektrum der Kompositionen zwischen Tradition und Moderne ab.

Ein ganz entscheidender Faktor für das Gelingen des Events war die informative und launige Moderation von Manfred Baur. „Musik kann uns verzaubern“, leitete er seine Worte ein. Zu jedem Werk konnte er was sagen, ging auf seine Historie ein, schilderte den Weg des Stücks bis zur Kirche St. Martin in Drove.

Er trug aber auch eigene Ideen bei, verriet seine Gedanken zu Vorgängen auf unserem Globus und trug einfühlsam besinnliche Texte vor, eine insgesamt runde Angelegenheit.

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