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Weihnachtsbäume fliegen erstaunlich weit

Von: Sandra Kinkel
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Moritz Kuck aus Kuffertath startete bei den Junioren. Der Zwölfjährige probierte verschiedene Wurftechniken aus. Sein Baum flog 5,99 Meter.
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Marius Schinke, Ralph Ruland, Ben Pennartz, Kevin Perz und Constantin Pennartz hatten bei der Internationalen Meisterschaft vor allem eins: jede Menge Spaß. Die Jungs von der ersten Fußballmannnschaft des VfVuJ Drove starteten als Team „Sanogoal“. Foto: Sandra Kinkel

Berzbuir. Ausgerechnet. Ausgerechnet Tormädchen Luna Abdulla (14 Jahre) von den Handballer-C-Juniorinnen des Gürzenicher TV schmiss ihren Weihnachtsbaum am weitesten. Über vier Meter ist ihre Tanne in der Berzbuirer Wurfarena geflogen, Annika Braun, eigentlich die beste Werferin der Handballerinnen, katapultierte ihren Baum nur knapp 3,80 Meter. Aber egal, die Mädchen hatten Spaß,

Es ist Samstag, 11.30 Uhr, im Dürener „Bergdorf“ Berzbuir zeigt das Thermometer – 5 Grad, es liegt Schnee, die Sonne scheint. Bestes Weihnachtsmarkt-Wetter und optimale Bedingungen für einen sportlichen Wettkampf der Spitzenklasse.

Die Jugendlichen der Berzbuirer St.-Anna-Schützenbruderschaft hatten am Wochenende nicht nur zu ihrem mittlerweile vierten Weihnachtsmarkt eingeladen, sondern auch zur ersten „Internationalen Deutschen Meisterschaft im Weihnachtsbaum-Weitwurf“. Und die Resonanz war überwältigend. Knapp 150 Teilnehmer hatten sich für den Wettkampf angemeldet, zu dem Friedel Lövenich, Kassierer bei den Schützen die Idee hatte. Vorsitzender Dietmar Hacky erklärt das so: „Friedel Lövenich hat bei einer Reise in Ost-Deutschland etwas Ähnliches gesehen. Da wurde allerdings mit Maibäumen geworfen. Und er hatte dann die Idee zum Weihnachtsbaum-Weitwurf, die unsere Jugendlichen mit Freude aufgegriffen haben.“

Geworfen wurde am Samstag in den Disziplinen Einzel und Mannschaft, jeweils unterteilt in Herren, Damen, Jugendliche und Kinder. Das Reglement der Internationalen Deutschen Meisterschaft – schließlich waren auch Teilnehmer aus Belgien nach Berzbuir gekommen – war denkbar einfach: Jeder hatte drei Würfe, der beste wurde gewertet. Bei den Mannschaften wurden die Weiten der besten Versuche am Ende addiert. Dietmar Hacky: „Wir haben es extra einfach gemacht. Zum einen sind wir ja hier auf dem Dorf, zum anderen wird auch der ein oder andere Sportler zwischendurch einen Glühwein trinken. Auch danach versteht noch jeder die Regeln.“

Die Veranstaltung war bestens vorbereitet, es gab 13 Tannenbäume unterschiedlicher Größe als Wurfmaterial, auch Wurfhandschuhe haben die Anna-Schützen zur Verfügung gestellt. „Die Weiten messen wir heute noch mit dem Maßband“, schmunzelte Dietmar Hacky, „aber beim nächsten Mal haben wir dafür sicher einen Laser.“

Moritz Kuck ist aus dem Nachbardorf Kufferath in die Berzbuirer Wurf-Arena gekommen, er hat für jeden seiner drei Würfe eine andere Technik versucht. Mit der Schleuder-Dreh-Technik war er besonders erfolgreich, 5,99 Meter ist sein Baum geflogen. „Ich finde das total lustig“, sagt Moritz. „Das hat echt Spaß gemacht.“ Das sehen die Fußballer vom VfUVJ Drove genauso. Ralph Ruland, Ben Pennartz, Kevin Perz und Constantin Pennartz von der ersten Mannschaft sind gemeinsam mit Trainer Marius Schinke aus Drove gekommen. Total motiviert, aber natürlich mit null Trainingsstunden. „Üben ging ja nicht“, lacht Trainer Schinke. „Aber wir haben einfach Spaß. Das ist doch echt mal etwas Anderes.“ Übrigens versuchte auch Bürgermeister Paul Larue, der den Wettkampf offiziell eröffnete sein Glück, kam aber über einen Platz im unteren Drittel nicht hinaus. Larue lobte aber die Kreativität der Berzbuirer, die der Sportstadt Düren einen weiteren Höhepunkt beschert hätten. „Volleyball, Badminton, Skat, die Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken – mit den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Weihnachtsbaum-Weitwurf haben die Anna-Schützen aus Berzbuir dafür gesorgt, dass Düren auch im Winter zum Mekka des Sports wird.“ Und die Mädchen vom Gürzenicher FC? Die haben mittlerweile alle geworfen. „Unser Trainer“, erzählt Luna Abdulla, „hatte im Internet von dem Wettkampf erfahren und uns angemeldet. Damit wir als Mannschaft noch mehr zusammenwachsen. Und ich glaube, das war wirklich gut heute für unsere Motivation.“

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