Radarfallen Blitzen Freisteller

Was gibt's zum Muttertag? „Mein Sohn macht es spannend“

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
7678991.jpg
Gisela Bohm mag den Muttertag – vor allem seit sie selbst Mutter ist. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Mein Sohn macht den Muttertag für mich spannend. Weil er sich so sehr darauf freut und gleich zwei Geschenke für mich gebastelt hat.“ Der Sohn von Gisela Bohm ist neun Jahre alt, für ihn ist Muttertag eine ziemlich wichtige Angelegenheit.

„Meine eigene Mutter“, sagt Gisela Bohn, „ist gestorben, als ich acht Jahre alt war. Für mich ist Muttertag erst etwas Besonderes, seit ich selbst ein Kind habe.“

Gisela Bohm ist von Beruf Erzieherin, seit 25 Jahren arbeitet sie in der Kindertagesstätte St. Anna in Düren. „Der Wunsch, Erzieherin zu werden, war bei mir schon sehr früh da“, sagt sie. „Der Wunsch, eigene Kinder zu bekommen, eigentlich nicht.“ Früher, lacht Gisela Bohn, habe sie es sich schwer vorstellen können, nach der Arbeit zu Hause wieder ein Kind betreuen zu müssen. „Ich habe immer gedacht, schon 25 Kinder zu haben. Aber ein eigenes Kind zu haben ist natürlich etwas völlig anderes. Da ist viel, viel mehr Herz bei.“ Das Gefühl, so Gisela Bohm, sei nur schwer zu beschreiben. „Aber alle Mütter wissen vermutlich ganz genau, was ich meine. Ich kann so sagen: Ich freue mich auf meinen Sohn, wenn ich ihn abhole.“

Zwei Geschenke gebastelt

Gisela Bohms Sohn Matthias hat für seine Mutter in der Grundschule ein Geschenk gebastelt und eins bei der Nachmittagsbetreuung in der Offenen Ganztagsgrundschule. Gisela Bohm: „Er ist ganz schon ganz aufgeregt und sich zwei Verstecke ausgedacht. Ich durfte nicht einmal mehr in seinen Ranzen gucken, damit ich nur ja das Geschenk nicht vor Sonntag sehen.“

Gisela Bohms Kindergartenkinder haben in diesem Jahr für ihre Mütter Herzen gebacken – und zwar solche, die man auch tatsächlich verzehren kann.

„Bei den Jungen und Mädchen hier im Kindergarten“, sagt Gisela Bohn, „habe ich den Eindruck, dass sie die Tragweite des Muttertages, also, dass man sich besonders bei der Mama bedanken möchte, noch nicht wirklich überblicken können. Aber ich beobachte schon, dass die Kinder sehr viel Spaß daran haben, für ihre Mütter ein Geschenk vorzubereiten.“

Den großen Kommerz, der heute vielfach um den Muttertag gemacht wird, hält auch Gisela Bohm für kritisch. „Ich freue mich wirklich am meisten für ein selbst gebasteltes Geschenk, weil das ja auch bedeutet, dass mein Sohn sich hingesetzt und sich Gedanken gemacht hat. Das ist für mich mehr Wert als ein gekauftes Geschenk.“

Übrigens ist für Bohms Sohn Matthias der Vatertag genauso wichtig wie der Muttertag. „Das ist ihm ein großes Anliegen“, lacht Gisela Bohm. „Und er hat mir schon gesagt, dass er für seinen Vater auf jeden Fall auch zwei Geschenke zum Vatertag basteln möchte.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert