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Was bleibt, ist großes Leid und verbrannte Erde

Von: avl
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Das 212. Lippischen Panzergrenadier-Bataillon bei der Kranzniederlegung am Windhund-Mahnmal in Vossenack. Foto: Bert van Londen

Vossenack. „Seit 43 Jahren wird an dieser Mahn- und Gedenkstätte an jedem zweiten Sonntag im Oktober der gefallen, vermissten, verstorbenen Kameraden der Windhund-Division und deren Angehöriger, sowie aller Toten der Kriege gedacht. So soll es auch in Zukunft sein”, begrüßte Helmut Rösseler, Vorsitzender des Fördervereins „Windhunde mahnen zum Frieden” die vielen aus Nah und Fern angereisten Gäste zur Kranzniederlegung am Mahnmal in Vossenack.

Dem Ansinnen angemessen flankierten die Soldaten der Bundeswehr aus Augustdorf vom 212. Lippischen Panzergrenadier-Bataillon unter dem Kommando von Oberstabsfeldwebel Stefan Krentscher das Mahnmal der Windhund-Division neben dem Ehrenfriedhof am Franziskuskloster Vossenack.

Bereits um 4 Uhr in der Frühe fing für die Soldaten der Tag an, um rechtszeitig in Vossenack zu sein, um die Feier mit Mahnwache und Technik zu unterstützen. Die Volksmusikanten Vossenack trugen mit ihren musikalischen Darbietungen zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Als weitere Ehrengäste begrüßte Helmut Rösseler Gastredner Oberstleutnant Mario Cremer von der Offiziersschule des Heeres in Dresden, Ratsvertreter der Gemeinde Hürtgenwald, Vertreter des Kreises Düren und die Reservistenkameradschaft Hürtgenwald mit ihrem Oberst der Reserve, Claus Höppner.

„Auch der Polizei gilt unser Gruß und besonderer Dank” so der Vorsitzende des Fördervereins weiter. „Sie muss mittlerweile Veranstaltungen wie diese vor Störern der rechten und linken Szene schützen.”

Bei den Kriegskämpfen im Herbst 1944 haben viele tausend Soldaten im Hürtgenwald ihr Leben verloren für einen unsinnigen Krieg, der nie hätte sein dürfen. Zurück blieb nur unsagbares Leid und verbrannte Erde. Die Soldatenfriedhöfe, heute Ehrenfriedhöfe genannt, in Hürtgen und Vossenack mit ihren fast 5000 Toten erinnern an diese schreckliche Zeit.

„Wir vergessen auch nicht die vielen tausend amerikanischen Soldaten auf den Soldatenfriedhöfen im benachbarten Ausland. Es sind aber nicht nur die Toten die zu beklagen sind, sondern auch die Opfer, Verwundeten, traumatisierten Menschen, die all ihr Hab und Gut verloren und vor dem Nichts standen. Nicht nur hier, sondern auf der ganzen Welt. Sie alle mahnen uns zum Frieden und zur Versöhnung” beschwor Helmut Rösseler die Anwesenden.

In diesem Jahr nahmen die Gäste einige Veränderungen am Mahnmal wahr. In enger Zusammenarbeit und mit finanzieller Hilfe und Planung des Kreises Düren wurde durch den Kreis-Bauhof ein befestigter Weg zu den neu geschaffenen Ausstellungstafeln geschaffen. Die Holzrahmen der Ausstellungstafeln hat der Vossenacker Schreinermeister Hubert Breidenich geschaffen. Kurt Wendt, weit über 80 Jahre alt, selber ein Windhund, hat Bilder und Dokumente zu der ehemaligen Divisionsgeschichte zusammen getragen. Der Vossenacker Mediengestalter Rainer Valder zeichnet für die optische Darstellung verantwortlich.

Nach der feierlichen Kranzniederlegung wurde zum gemeinsamen Gottesdienst in die Vossenacker Kirche geladen. Ein Erbsensuppenessen im Sportlokal Rüttgers rundete die Gedenkveranstaltung ab.
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