Düren - Warten auf den Landeszuschuss

Warten auf den Landeszuschuss

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
sportrueckbu
Alte Westkampfbahn oder neues Stadion? Das soll sich Anfang Februar Foto: Archiv/O. Hansen

Düren. Für das Projekt, an der Westkampfbahn in Düren eine Trainingslage mit vier Sportplätzen und einem 5000 Zuschauer fassenden Stadion zu bauen, sind die entscheidenden Wochen angebrochen.

Eine Woche vor der Kommunalwahl waren Landrat Wolfgang Spelthahn und Bürgermeister Paul Larue mit dem Vorhaben an die Öffentlichkeit getreten. Bis Anfang Februar nun soll feststehen, ob das Land das Projekt finanziell unterstützt. „Ohne den Landeszuschuss geht es nicht”, erklärte Landrat Wolfgang Spelthahn, der das Projekt vorantreibt.

14 bis 16 Millionen Euro soll die Anlage, die auf dem Gelände der traditionsreichen Westkampfbahn von Düren 99 entstehen soll, kosten. Wie viel das Land von dieser Summe übernehmen könnte, wollte der Landrat jedoch nicht spekulieren.

Denkbar wären 70 bis 80 Prozent. Bis Anfang Februar erhofft sich der Kreis eine Antwort aus Düsseldorf. „Wenn das Ja kommt, dann sind wir startklar”, bekundete der Verwaltungschef des Kreises.

Der Rest der Investitionssumme soll mit dem Betrieb der Anlage aufgebracht werden - beispielsweise mit Freundschaftsspielen gegen prominente Fußballmannschaften.

„Entscheidend ist, dass dort Aktivitäten stattfinden”, so Spelthahn. So sei denkbar, dass Sponsoren beispielsweise Namenspatenschaften für Teile der Tribüne übernehmen.

Einen neuen Aspekt, von dem der Landrat sich bessere Chancen in Düsseldorf ausrechnet, gibt es. Das Berufsförderungswerk (BFW) Düren plant eine Kunstrasen-Anlage für die Mannschaft, die demnächst in der Blinden-Bundesliga antreten soll. Die Anlage soll jetzt mit dem Projekt Trainingszentrum verknüpft werden. Mit dem Bündeln der Projekte erhofft sich Spelthahn bessere Chancen bei der Landesregierung.

Für den Fall der Zusage der Fördermittel seien weitere Schritte bereits geplant. So sind laut Spelthahn die Gespräche mit dem Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln über eine Zusammenarbeit bei der Nachwuchsförderung weit gediehen. Sobald die Förderung feststehe, sollen die Gespräche intensiviert werden.

Selbiges gilt auch für die Suche nach einer Schule, die zur Partnerschule des Spitzensports werden soll, wenn das Trainingszentrum seinen Dienst aufnimmt. „Wenn wir eine Schule ausgewählt haben, dann bedeutet das jedoch nicht, dass wir nicht mit anderen Schule zusammen arbeiten werden”, erklärt Spelthahn. Selbiges gelte auch für die Kooperation mit anderen namhaften Fußball-Klubs. Der Deutsche Fußball Bund (DFB) habe zudem Interesse bekundet, Nachwuchs-Länderspiele nach Düren zu vergeben, falls das Zentrum zu Stande kommt.

Gleichzeitig betonte der Landrat, dass das Zentrum, das direkt an die geplante Umleitung der Bundesstraße 399 angegliedert werden soll, nicht nur den Fußballern zur Verfügung gestellt werden soll. Hockey oder Feldhandball sei ebenfalls denkbar.

Das Stadion für 5000 Zuschauer soll auf den jetzigen Trainingsplätzen der 99er im Rücken der alten Westkampfbahn-Tribüne entstehen. Und es soll den Infrakstruktur-Anforderungen der NRW-Liga entsprechen, damit sich dort auch ein höherklassiger Fußballklub ansiedeln kann.

Den gibt es in Düren derzeit nicht. Spelthahn deutete es zwar an, dass es wünschenswert wäre, wenn die führenden Dürener Klubs ihre Kräfte bündeln würden. „Aber da werden wir uns nicht einmischen”, betont der Landrat. Sinnvoller sei die Taktik, das Projekt zu beginnen und damit dem Dürener Fußball eine Vorlage zu geben.

„Das Potenzial ist auf jeden Fall da. Es gibt viel kleinere Städte als Düren, die höherklassig Fußball spielen. Und das hat damit zu tun, dass es an solchen Stellen ein taugliches Stadion gibt.”

Sollten die Fördermittel in den kommenden Wochen bewilligt werden, dann sei es realistisch, dass die vier Sportplätze inklusive Stadion und Parkplätze innerhalb von vier Jahren entstehen könnten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert