Düren - Warnung vor dubiosen Machenschaften im Internet

Warnung vor dubiosen Machenschaften im Internet

Von: inla
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Hildegard Dapper und Yvonne Fuchs (links) teilen sich eine Stelle in der Dürener Verbraucherberatung. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Finanzen, Telefon und Internet oder Energie: Das sind Themen, mit denen sich die Verbraucherberatung Düren im vergangenen Jahr am meisten beschäftigen musste.

Insgesamt kommt die vom Land NRW, dem Kreis und der Stadt Düren finanziell getragene Einrichtung im Dürener Bürgerbüro (Am Markt 2) auf 4919 Ratsuchende 2013. Das sind drei Prozent weniger Anfragen als 2012, sagte die Leiterin der Dürener Einrichtung, Hildegard Dapper, am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

Oft geht es um Versicherungen und Schadenregulierungen, Vertragslaufzeiten bei mobilen Endgeräten oder Gebühren, die Energieunternehmen verlangen. Zusammen macht das mehr als 60 Prozent der Beratungstätigkeit aus, sagte Yvonne Fuchs, ebenfalls Beraterin in Düren. Sie teilt sich eine Stelle mit Hildegard Dapper, beide sind Diplom-Ökotrophologen. Die Anfragen erfolgen persönlich, schriftlich oder telefonisch. Im Vergleich zu Städten ähnlicher Größenordnung registrierte die Dürener Verbraucherberatung in etwa die gleiche Zahl an Anfragen.

Im Angebot sind auch Veranstaltungen, bei denen Experten, etwa Rechtsanwälte oder Energieberater, Informationen geben. Diese Angebote wurden 2013 von 248 Personen wahrgenommen. Die beiden Beraterinnen nannten Beispiele, die deutlich machen, wie Betrüger heutzutage versuchen, ahnungslose Menschen zu hintergehen: So würden Firmen versuchen, am Telefon Produkte zu verkaufen, ohne dass die vermeintlichen Kunden dem direkt zustimmen.

So seien Verkaufsgespräche zunächst als Gesundheitsumfrage getarnt; später komme es zur Veräußerung von Gesundheitsprodukten. Die beiden Beraterinnen empfehlen, am Telefon keine persönlichen Daten herauszugeben. Oft versuchten dubiose Unternehmen auch über das Internet, auf unlauterem Weg ans Geld der Leute zu kommen. So würden E-Mails mit Zahlungsaufforderungen für Leistungen verschickt, die gar nicht in Anspruch genommen worden seien.

Die Absender dieser Mails würden nicht selten eine Drohkulisse (das Einschalten von Inkasso-Büros, Klagen) aufbauen, so dass viele Menschen eingeschüchtert seien. „Sie können sich bei uns beraten lassen“, sagen Hildegard Dapper und Yvonne Fuchs. Die 4919 Anfragen aus 2013 seien nur die „Spitze des Eisbergs“, sagten die Expertinnen. Hinter jeder Anfrage verberge sich eine hohe Dunkelziffer von Verbrauchern mit ähnlichen Problemlagen.

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