Vorstellabend der Kölner Karnevalisten: „Kikeriki” trifft auf „Alaaf”

Von: Andreas Bongartz
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„Ne Kölsche Schutzmann”, J
„Ne Kölsche Schutzmann”, Jupp Menth (links), feierte beim „Rheinischen Abend” zusammen mit dem amtierenden Hahnenkönigspaar Björn Döring und Susy Spölgen sowie Günter Kirschbaum (rechts) einen jecken Abend. Foto: Andreas Bongartz

Kreuzau. Was dem Karnevalisten sein „Alaaf”, ist der Kirmesgesellschaft ihr „Kikeriki”. Das wissen auch Bruno Praß und Manfred Schweinheim. So schwenkten die beiden Männer vom Stammtisch Kölner Karnevalisten in Kreuzau jetzt vom gewohnten jecken Schlachtruf auf den Hahnenruf um, man war ja schließlich bei der Kreuzauer Kirmesgesellschaft zu Gast und bis zur fünften Jahreszeit ist es auch noch ein wenig hin.

Dennoch standen am vergangenen Wochenende in der Kreuzauer Festhalle schon wieder alle Zeichen auf jecken Frohsinn: Die Kreuzauer Kirmesgesellschaft präsentierte dort nämlich in Zusammenarbeit mit dem Stammtisch Kölner Karnevalisten zum 10. Mal einen „Rheinischen Abend”. Dahinter steckt so etwas wie eine Generalprobe der Redner, Gesangs-, Musik- und Tanzgruppen der Kölner Karnevalistenvereinigung. Die Vorbereitungen auf die kommende Session laufen auf Hochtouren, im Rahmen des Rheinischen Abends präsentierten einige Mitglieder des Stammtischs nun ihr neues Programm.

Spitzenkräfte auf der Bühne

Und auf der Bühne der Kreuzauer Festhalle gaben sich, moderiert von Praß und Schweinheim, die jecken Kölner Spitzenkräfte die Klinke in die Hand: Marita Köllner, „Ne Kölsche Schutzmann” Jupp Menth, die Gruppe „Blom un Blömcher” oder die aus dem Fernsehen bekannte Garde „Kammerkätzchen” waren nur einige der Highlights des Abends. Ein buntes Programm, das sich die Kirmesgesellschaft unter normalen Umständen gar nicht leisten könnte, wie Günter Kirschbaum, Vorsitzender der Kirmesgesellschaft, unumwunden zugibt.

Ermöglicht wird der Rheinische Abend durch die Freundschaft zwischen Kirmesgesellschaft und Stammtisch. Günter Kirschbaum erinnert sich: „Vor zehn, elf Jahren hat der Vorstand der Kirmesgesellschaft auf einer Vatertagstour in Köln-Nippes zufällig die Vorstandsmitglieder vom Stammtisch getroffen, daraus ist dann eine intensive Freundschaft entstanden.” Und in Folge dessen die Bereitschaft der Kölner, ihre Kräfte seit zehn Jahren unkommerziell in Kreuzau auftreten zu lassen. „Das ist eine schöne Gelegenheit, so ein Programm hier vor Ort sehen zu können”, so Kirschbaum.

Eine Gelegenheit, die viele Karnevalsfreunde gerne wahrnehmen: Rund 500 fanden den Weg in die Festhalle - und das nicht nur aus der näheren Umgebung: Auch aus Aachen oder Bergheim kamen viele Besucher nach Kreuzau.

Gelohnt haben es ihnen Auftritte wie der von Jörg Runge als „Tuppes vum Land”. Der berichtete von den Tücken der Mobilkommunikation und - ein gerne gewähltes Thema - der englischen Sprache. Das traf den Geschmack des Publikums, das lautstark applaudierte und frenetisch eine Zugabe forderte. Die gab es nicht, denn es ging in Kreuzau Schlag auf Schlag weiter: Es ging in die Bütt mit „Schlabber und Latz”, Manni dem Rocker oder Peter Kolb als „Ne komische Hellije”. „Knubbelfutz un Schmalbedaach”, „De Neppeser”, „Kölschraum” und „Die Domstädter” sorgten für musikalische Unterhaltung. Alles in allem ein jecker Spaß bis in die Nacht hinein.
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