Vorstand der SG GFC Düren übersteht die Kampfabstimmung

Von: oha
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Düren. Die Fusion der beiden Sportvereine SG Düren 99 und GFC Düren zur neuen SG GFC Düren 99 (rund 1400 Mitglieder) wurde vor knapp einem Jahr vollzogen, doch so richtig zusammen gewachsen sind die beiden Clubs wohl noch nicht.

Bei der ersten Mitgliederversammlung nach dem Zusammenschluss mit regulärer Vorstandswahl ging es am Donnerstagabend jedenfalls hoch her.

Im Mittelpunkt der heftigen Diskussionen stand ein drohendes Defizit von 20.000 Euro für den Verein, das nur mit der Kürzung von Auszahlungen an seine Abteilungen abgewendet werden konnte. Mit 93 Für- und 60 Gegenstimmen wurde der Vorstand um den 1. Vorsitzenden Henner Schmidt dann schließlich doch in seinem Amt bestätigt.

Schmidt hatte im Vorfeld darauf bestanden, dass sein Vorstandsteam in einem Gang geschlossen gewählt werden sollte. Davon hatte er seine erneute Kandidatur abhängig gemacht. Die Mehrheit im voll besetzten Clubheim an der Westkampfbahn folgte denn auch schließlich seinem Vorschlag.

Zweiter Vorsitzender wurde damit Robert Schulze, Carsten Schümann bleibt Geschäftsführer, Dr. Josef Schäfer ist für die Finanzen zuständig. Die Sportanlagen betreut Reiner Schoenen, Beisitzer sind Udo Margraf, Ela Homberg, Ludger Klein und Thomas Sueter. Für das Amt des Organisationsvorstandes fand sich an diesem Abend kein Kandidat.

Der Vorstand war zunächst im vergangenen Jahr durch Verschmelzung der beiden Vereine in sein Amt eingesetzt worden. Die Zusammenführung von Mitgliederdateien und sonstigen Buchhaltungen sei ein besonderer Kraftakt gewesen, hieß es. Dabei kam unter anderem zu Tage, dass rund 20 Prozent der Mitglieder ihren Beitrag gar nicht oder verspätet zahlen. Sie wurden jetzt mit einer „Mahnung” bedacht. Mitte vergangenen Jahres war jedoch schon abzusehen, dass der Verein bis Ende 2011 ein Defizit von rund 20.000 Euro einfahren würde. Da zog Finanzvorstand Dr. Schäfer die Reißleine.

Die Auszahlungen an die Abteilungen wurden, zum Teil drastisch, gekürzt. Der Vorstand machte aber offenbar den Fehler, die Kürzungen den Abteilungen vorher nicht mitzuteilen. Der Aufschrei war entsprechend groß. Die Schwimmabteilung musste mit knapp der Hälfte ihres Budgets planen, die American Footballer bekamen nur noch knapp ein Drittel. Udo Biege, Abteilungsleiter der Schwimmer, hatte daraufhin im Herbst sein Amt im Gesamtvorstand des Vereins niedergelegt.

Auch wenn die Information der Abteilungsleiter zwischenzeitlich nachgeholt wurde, der Stachel der Enttäuschung sitzt wohl tief. „„Wir können unsere Kursleiter nicht mehr bezahlen”, schimpfte Biege. Schützenhilfe bekam er von Christian Kramer von den Footballern. Beide Abteilungen kündigten bereits vor Beginn der Wahl an, gegen den Vorstand zu stimmen. Was sie dann auch taten, zur Abwahl reichte es dennoch nicht.Zumal sie keinen Gegenkandidaten präsentierten.

Dr. Schäfer brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass alle Abteilungen im unlängst gegründeten Wirtschaftsausschuss mit beraten, wie die Kosten des Vereins (nicht zuletzt die Energiekosten) gedrückt werden können, damit der Verein schuldenfrei bleibe. „Es gab ein klärendes Gewitter und wir haben eine Kampfabstimmung überstanden”, zog Henner Schmidt im Rückblick ein durchaus positives Fazit. „Viele haben sich am Ende doch für unsere Richtung entschieden.”
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