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Vorsicht Glas! Wilfried Grob stellt im „Komm“-Zentrum aus

Von: Jana Peterhoff
Letzte Aktualisierung:
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Der Glaskünstler Wilfried Grob (Mitte) und das „Komm“ laden zur Ausstellung „Vorsicht Glaskunst!“ ein. Foto: Jana Peterhoff

Düren. Vorsicht Glas! Das heißt es nun im „Komm“-Zentrum an den Wänden. Doch keine Angst, denn dieses Glas ist besonders. Es lebt ein zweites, sogar ein drittes Leben in einer neuen Form. Ob alte Küchenfester oder bunte Gläser aus Amerika: Sie alle wurden zerschlagen, zerschnitten, zerschmolzen und zu neuen Objekten zusammengesetzt.

Und diese neue Form ist viel interessanter als das ursprüngliche Format. Teils wirken die Werke zerbrechlich, aber mit weich abgerundeten Seiten und Ecken, die dem Glas einen angenehmen Abschuss geben. Nicht nur so unterscheiden sich die Ausstellungsstücke von gewöhnlichem Glas. Ihr Leben als Kunstwerk beginnt viel früher.

Die Rede ist von den Glasobjekten von Wilfried Grob. Der Mann, der mit Kreativität, aber auch viel Ausdauer altes Glas zu Neuem schmelzen lässt. „Funsig“ nennt er dieses Verfahren. Bei 900 Grad Celsius schmelzt er verschiedenes Glas im Ofen, und einige Teile fügt er wieder zusammen. Manche haben die gleiche Farbe und Struktur, andere sind unterschiedlich bunt. Dabei entstehen verschiedene Metalloxide, die nicht ganz ungefährlich sind. Deshalb muss er Schutzkleidung tragen. Die Arbeit mit dem Glas im Ofen macht ihm viel Freude. Jede Menge Werkzeuge helfen ihm dort, wo seine Hände nicht rankommen.

Wenn man etwas Neues erfinden will, dann muss man oft auch neue Wege gehen. Viele dieser neuen Wege ist er gegangen, bevor der Zuschauer vor Objekten mit den Namen „Wasserfall“, „Kopf“, „Dom“ und „Einladung“ stehen bleiben und sie bewundern konnte. Die Beweise hängen an den Wänden im „Komm“-Zentrum. Wellenartige oder glatte Oberflächen, viele aufeinanderliegende Schichten, mal klare mal milchige Farben. Jedes Glasobjekt erzählt seine eigene Geschichte.

Für Gesang und Gitarrentöne sorgte das erfrischende Duo „Barth und Roemer“. Die Eröffnungsworte gehörten dem stellvertretenden Bürgermeister Thomas Floßdorf.

Der Bruch des Glases hat sich für den Künstler definitiv gelohnt. Eine Ausstellung jagt die nächste. Die Letzte ist gerade vorbei, da steht auch schon die nächste vor der Tür. Der Dürener Glaskünstler war zu Europas größten internationalen Ausstellung, die im Herbst in Münster mit 60 anderen Künstlern aus 20 Nationen stattfand, eingeladen. Die nächste findet im Kloster Loch bei Stuttgart statt.

Die Ausstellung „Vorsicht Glaskunst!“ von Wilfried Grob ist noch bis einschließlich Sonntag, 18. Dezember, im „Komm“-Zentrum zu sehen.

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