Von reiner Fürsorge zu Prävention: 90 Jahre Jugendamt

Von: Sandra Kinkel
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Feierten gestern mit fast allen Mitarbeitern des Jugendamtes das 90-jährige Jubiläum: Amtsleiter Ansgar Kieven, Beatrix Prescher, Ina Ruik und Bürgermeister Paul Larue (von links). Foto: Sandra Kinkel

Düren. Das größte Amt innerhalb der Stadtverwaltung Düren hat Geburtstag. Am Mittwoch hat das Jugendamt sein 90-jähriges Bestehen gefeiert – mit einem Festakt und dem ersten „Dürener Jugendhilfetag“.

Fast alle der knapp 200 Mitarbeiter des Jugendamtes waren zu der Feier auf Schloss Burgau gekommen, dazu noch viele der Kooperationspartner, mit denen das Dürener Jugendamt seit vielen Jahren intensiv zusammenarbeitet. „Wir verstehen uns als Dienstleister für Menschen von der Wiege bis zum fortgeschrittenen Jugendlichen-Alter“, so Jugendamtsleiter Ansgar Kieven.

Hätten bei der Gründung des Dürener Jugendamtes vor 90 Jahren als Wohlfahrtsamt die Fürsorge und das bloße Überleben stark im Vordergrund gestanden, gehe es heute viel mehr um pädagogische Konzepte und auch um Prävention. „In den kommenden Jahren“, so Ansgar Kieven, werden wir uns vermehrt um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kümmern müssen.“

Derzeit, so Kieven, sei man verstärkt auf der Suche nach Unterkünften für die Kinder und Jugendlichen. „Bei diesen Kindern geht es zunächst einmal auch um die erste Notversorgung. Das ist eine ähnliche Akutversorgung, wie es sie auch vor 90 Jahren gegeben hat.“

Für Bürgermeister Paul Larue, der genau wie Lorenz Bahr und Hans-Werner Pütz vom Landesjugendamt an den Feierlichkeiten teilgenommen hat, ist es nach wie vor wichtig und richtig, dass die Stadt Düren ein eigenständiges Jugendamt hat. „Die Stadt Düren ist das eindeutige Zentrum im Kreis. Ein Drittel aller Bürger leben hier.

Das bedeutet, dass sich hier auch gesellschaftliche und soziale Herausforderungen ballen.“ Deswegen sei es wichtig, gerade auch im Bereich Jugendhilfe die kommunale Selbstverwaltung zu behalten. „Und genau aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass die Stadt Düren auch in Zukunft auf jeden Fall ein eigenes Jugendamt behalten und sich nicht dem des Kreises anschließen sollte.“

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