Düren - Von Nairobi nach Dubai mit Zwischenstopp in Düren

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Von Nairobi nach Dubai mit Zwischenstopp in Düren

Von: Dietmar Engels
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Sprach in Düren über die Cha
Sprach in Düren über die Chancen, die auch Entwicklungsländer bekommen sollten: Klaus Töpfer. Foto: Dietmar Engels

Düren. Ruhestand ist anders: Klaus Töpfer (73), der frühere Bundesumweltminister, ist ein vielgefragter Mann - weltweit. Er kam gerade aus Nairobi, als er beim Neujahrsempfang der Dürener CDU im voll besetzten Winkelsaal von Schloss Burgau sprach. Am Vortag hielt er sich in New York auf, und nach seiner Rede in Niederau musste er zum Frankfurter Flughafen, um nach Dubai zu düsen.

Wegen der Zeitnot des prominenten Christdemokraten wurde das Programm umgestellt. Erst sprach Professor Dr. Klaus Töpfer und danach erst der Dürener Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Thomas Rachel. Töpfer denkt offenbar überhaupt nicht daran, sich aufs politische Altenteil zurückzuziehen. Nachdem er am 15. Januar 1998 aus der Bundesregierung ausschied, war er bis 2006 Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) sowie Unter-Generalsekretär der Vereinten Nationen (VN) und Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Nairobi. Seit Februar leitet er als Gründungsdirektor das „Institute for Advanced Sustainability Studies” (Institut für fortgeschrittene Nachhaltigkeitsstudien)) in Potsdam, und seit März 2011 ist Töpfer Vorsitzender der von der Bundesregierung eingesetzten Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung.

„Wollen Sie wissen, was das Tollste ist, was ich je geworden bin?”, fragte Töpfer das Publikum im Winkelsaal, um gleich die Antwort mitzuliefern: „Großvater!”.

Die wichtigste Aufgabe für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sei es, „Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen”, sagte er. Die rasante Zunahme der Weltbevölkerung stelle alle Verantwortlichen vor große Herausforderungen. Es gelte, einen vernünftigen Ausgleich der Interessen der Menschen in den verschiedenen, sehr unterschiedlich entwickelten Teilen der Welt zu finden. Der Frieden sei in Gefahr, wenn es nicht gelinge, in den ärmeren Ländern eine wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen.

Dabei spiele die Bereitstellung von Energie eine ganz entscheidende Rolle. Deshalb sei es so immens wichtig, auf diesem Gebiet umweltverträgliche Alternativen zu entwickeln. Bei diesen Forschungen nehme die Bundesrepublik bereits eine Vorreiterrolle ein, die noch ausgebaut werden könne und müsse. „Ob Windenergie, Solarstrom oder Energie aus Biomasse - Deutschland ist in diesen Bereichen führend. Und wir müssen weitere Forschungen anregen, den technischen Fortschritt nach Kräften fördern. Das ist verantwortliche Politik”, sagte Töpfer.

Bedeutende Region

Thomas Rachel griff verschiedene Aspekte der Rede von Klaus Töpfer auf. Er verwies darauf, dass der Kreis Düren eine bedeutende Wirtschafts- und Energieregion sei und mit dem Forschungszentrum Jülich über einer der leistungsfähigsten Einrichtungen dieser Art verfüge. „Hier ist Spitzentechnologie zu Hause, die bei der Energiewende eine ganz entscheidende Rolle spielen wird”, betonte der Bundestagsabgeordnete. Nach dem Krisenjahr 2011 stehe die Politik vor „gewaltigen Herausforderungen”. Rachel: „2012 wird ein spannendes Jahr. Aber die Vorzeichen stehen dank der verantwortungsvollen Politik der von Kanzlerin Angela Merkel geführten Bundesregierung gut”.
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