Düren - Von Badespaß und Regentanz: Düren und die Hitze

Von Badespaß und Regentanz: Düren und die Hitze

Von: Sandra Kinkel
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Sommerzeit am Echter Badesee
Sommerzeit am Echter Badesee: Die örtlichen Gewässer haben derzeit Hochkonjunktur. Das schlechte Wetter im Mai und Juni konnte durch die Hitze kompensiert werden, die Besucherzahlen an den Seen sind derzeit gut. Foto: Ingo Latotzki

Düren. „Ich habe eigens einen jungen Mann eingestellt, der jeden Tag die Blumen, Junghölzer und neu gepflanzten Bäume gießt. 5000 Liter Wasser werden dafür benötigt.“ Richard Müllejans, Chef des Dürener Servicebetriebes, hatte eigentlich gedacht, nach ein paar Tagen könnten die Pflanzen wie gewohnt, einmal in der Woche gegossen werden. „Jetzt ist das Fahrzeug schon rund dreieinhalb Wochen jeden Tag im Einsatz.“

Muss Müllejans in Sachen Gießwasser aufgrund der Hitze mit erhöhten Kosten rechnen, wird er sich als Betreiber des Dürener Badesees – das ist der Dürener Servicebetrieb nämlich auch –  über das heiße Wetter an der Rur sehr freuen. „Wir haben im Augenblick 24,5 Grad Celsius Wassertemperatur“, sagt Klaus Schüller, Leiter des Dürener Badesees. „Und selbst am letzten Annakirmessonntag, der naturgemäß nicht so gut besucht ist, waren 2500 Menschen am See. Das ist sehr ordentlich.“

Ähnlich sieht das auch Jörg Tobeck vom Badesee in Echtz. „Wir haben 25 Grad Wassertemperatur“, erzählt er.  „Die Annakirmes hat uns überhaupt nichts geklaut. Das war eher Badesee-Wetter als Kirmeswetter.“ Wenn es weiterhin schön bleibe, so Tobeck weiter,  könnten die schlechten Tage im Mai und Juni ganz sicher wieder wett gemacht werden. Der Chef des Echtzer Badesees gibt dann noch augenzwinkernd zu, dass er manchmal „heimlich einen Regentanz“ tanzt. „Bei uns in der Küche war es phasenweise 55 Grad heiß. Da wünscht man sich schon manchmal, dass es etwas kühler  wird.“

Auch Anne Coutelle, die rund um den Dürener Markt gleich drei Cafés betreibt, ist mit dem Wetter ziemlich zufrieden. „Tagsüber“, so die Geschäftsfrau, „ist die Außengastronomie nicht so gut genutzt worden, aber in den Abendstunden umso besser. Wir haben ein gutes Geschäft gemacht, sogar in der Kirmeswoche.“ Zwar haben viele Menschen aus der Region in den vergangenen Tagen ziemlich über die heißen Temperaturen gestöhnt, trotzdem scheint es so, dass die meisten Menschen aus der Region gut mit der Witterung umgehen.

Sowohl im Krankenhaus Düren als auch in den beiden Kliniken der Caritasträgergesellschaft West (CTW) in Lendersdorf und Birkesdorf gibt es keinen nennenswerten Zuwachs von Patienten, die unter Hitze leiden. „Scheinbar sind die Leute alle sehr vernünftig und können gut mit dem Klima umgehen“, sagt CTW-Sprecher Kaya Erdem. Es gebe einzig einen Zuwachs an leichten Sport- und Schnittverletzungen. „Man merkt eben“, so Erdem, „dass die Menschen sich viel im Freien aufhalten.“ Und eins merken die Mitarbeiter in den Notfallambulanzen darüber hinaus ziemlich deutlich: Wenn möglich, versuchen alle Patienten ihren Besuch im Krankenhaus möglichst weit in die Abendstunden zu schieben.

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