„Von 9 bis 99”: Orchesterprojekt für Musiker jedweden Alters

Von: Dietmar Engels
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Dr. Gisela Hagenau und ihre Mi
Dr. Gisela Hagenau und ihre Mitstreiter Johannes Esser, Manfred Kronenberghs und Gerhardt Vogt (von links) hoffen, dass das Musikprojekt der Bürgerstiftung auf eine große Resonanz stößt. Foto: Dietmar Engels

Düren. Es ist durchaus möglich, dass beim Weihnachtskonzert am 16. Dezember im Haus der Stadt eine Jugendliche eine erste Geige spielt, während ihr Großvater eine zweite Geige in den Händen hält - oder auch umgekehrt.

Mit dem Projekt „Von 9 bis 99 - das Orchester” will die Bürgerstiftung die Generationen zusammenbringen. Das ungewöhnliche Vorhaben wird von der Herbert Quandt-Stiftung mit 5000 Euro gefördert.

Die Bürgerstiftung hat sich an einem bundesweiten Ideenwettbewerb der Herbert Quandt-Stiftung in Zusammenarbeit mit der „Initiative Bürgerstiftungen” beteiligt und ist mit der Orchesteridee als eine von acht Bürgerstiftungen zum Zuge gekommen. „Wir wollen Menschen in Düren und darüberhinaus motivieren, ihre Instrumente hervorzuholen und gemeinsam mit jungen Menschen ein Orchester zu bilden”, sagte am Donnerstag Dr. Gisela Hagenau, Sprecherin der Bürgerstiftung Düren.

Spielen muss man schon können

Man denkt an Leute, die früher mal irgendein Instrument ganz gut gespielt haben und diese Fähigkeit längere Zeit haben brach liegen lassen, weil sie zum Beispiel keine Gleichgesinnten gefunden haben. „Es reicht aber nicht, zu wissen, wie man ein Instrument hält”, sagte Johannes Esser, Mitglied des Stiftungsrates und bisher Leiter der Musikschule Düren, denn: „Es soll schon etwas qualitativ Hochwertiges dabei herauskommen”. Zu den Laien jedweden Alters kommen Schülerinnen und Schüler der Musikschule oder auch aus Schulorchestern.

Das Fördergeld erlaubt es, Profimusiker zu verpflichten, die mit den Laien die Stücke für das Weihnachtkonzert einüben. Dazu zählen Passagen aus der Märchenoper „Hänsel und Gretel” von Engerbert Humperdink, Motetten von Felix Mendelssohn Bartholdy, Ausschnitte aus „Der Stern von Bethlehem von Joseph Gabriel Rheinberger und volkstümliche Weihnachtslieder. Nach Ostern sollen die Proben beginnen - zunächst zwei Mal im Monat, kurz vor dem Konzert auch öfter. Wer Interesse hat, mizumachen, kann bei der Bürgerstiftung unter Tel. 02421/ 208080 ein Anmeldeformular anfordern.

Vorgesehen ist eine große Sinfonieorchesterbesetzung mit rund 80 Musikerinnen und Musikern. Die Gesamtleitung hat Johannes Esser, Gründer und Leiter der „Cappella Villa Duria”, dem Konzertforum der Stadt Düren. Den Organisatoren sind auch Mitglieder aus Laienorchestern in der Region willkommen.

Wenn alles gut läuft, könnten der Premiere am 16. Dezember weitere Konzerte folgen. „Wir sind alle sehr gespannt, wie sich das Projekt entwickelt”, sagte Dr. Gisela Hagenau. Bei einem Erfolg kann die Bürgerstiftung auf eine weitere Förderung durch die Herbert Quandt-Stiftung hoffen. Es geht um einen möglichen Betrag zwischen 5000 und 15.000 Euro.
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