Abenden - Vom „Manta A-Virus“ infiziert

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Vom „Manta A-Virus“ infiziert

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
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Gabriele Körner-Lorenz und Wilfried Körner schwärmen für alte Autos. Ein Lieblingsstück ist der gelb-schwarze Manta A GT/E. Foto: Klinkhammer
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Im Barkas B 1000 Fensterbus, dem DDR-Pendent zum westdeutschen VW-Bus, richtete sich Wilfried Körner eine Hifi-Zentrale ein. Foto: Klinkhammer

Abenden. Die Garage von Gabriele Körner-Lorenz und Wilfried Körner quillt über. Drei Autos und einige Anhänger befinden sich darin, darunter auch ein gelb-schwarzer Opel Manta A GT/E. Einige weitere skurril anmutende Fahrzeuge, vom Barkas B 1000 Fensterbus bis hin zum DDR-Wohnwagen „QEK-Junior“, Baujahr 1978, stehen auf dem Platz davor.

Wilfried Körner erzählt, wie er zu dieser eigenwilligen Sammlung kam: „Wir schrieben das Jahr 1971 und ich radelte gerade zur Schule. Als ich dann dieses Auto im Schaufenster sah, da bin ich fast vom Fahrrad gefallen.“

Die schnittigen Formen und die klaren Farben eines Opel Manta A ließen den heute 58-Jährigen nie wieder los. Bereits als Junge fing sich daher der gebürtige Dürener nach eigenen Angaben den „Opel-Manta-A-Virus“ ein. Schon der Opel Rekord P 2 seines Onkels gefiel ihm in ganz jungen Jahren ausgezeichnet. Eines Tages erblickte er einen goldenen Manta A beim Opelhändler. Er war fasziniert und infiziert. Wilfried Körner sagt: „Von dieser Zeit an war es ein echter Kindheitstraum, speziell einen Opel Manta A GT/E zu besitzen und zu fahren.“

Bei diesem Modell handelt es sich um ein Sondermodell, das nur 18 Monate lang gebaut wurde. Als Student erfüllte sich der Manta-Liebhaber seinen Kindheitstraum. 1981 kaufte er einem Berufsschullehrer aus Heinsberg ein derartiges Fahrzeug Baujahr 1974 ab. 1989 meldete er den Wagen jedoch ab und stellte ihn in die Garage. Der Beruf forderte ihn, und so manch einer lachte ihn aus. Denn was soll ein eingemotteter Manta in der Garage? Wilfried Körner, der seit Jahren mit seiner Ehefrau Gabriele Körner-Lorenz in Abenden zu Hause ist, schmunzelt: „Manche Leute lachten über mich, aber in meinem Kopf spielten sich damals bereits meine Pläne ab, die ich nun umsetze.“

18 Jahre lang stand das Gefährt fortan in der Garage, ohne bewegt zu werden. Dann kam der große Tag, an dem sich der Manta-Besitzer entschloss, dem Dornröschenschlaf seines Wagens ein Ende zu setzen. Da alles an dem Fahrzeug festgerostet war, musste es zunächst aus der Garage herausgezogen werden. Über viele Monate hinweg baute Wilfried Körner seinen Liebling wieder auf.

Kein Teil, das er während der Restaurierungsphase nicht in der Hand gehalten hatte. Einzig die neue Lackierung überließ er einem Fachmann. 2010 sah der Manta GT/E aus wie neu, erhielt ein H-Kennzeichen, fährt seither einwandfrei und erntet viele bewundernde Blicke. Im Laufe der Zeit fanden sich weitere rollende Schätzchen im Hause Körner ein. So gehört zur Sammlung ein lilafarbener Fiat 126 POP Cabrio.

Wohnwagen war Hühnerstall

„Dieser Fiat ist ein Unikat, mit dem wir gerne mal von Abenden zum Rursee nach Woffelsbach fahren“, sagt Körner. Zu diesem Fiat gehört ein umgebauter Motorradanhänger. Als Hühnerstall diente einst in der DDR ein Wohnwagen, der die Bezeichnung „QEK-Junior“ trägt. Der nur 300 Kilogramm leichte Anhänger wurde 1978 gebaut. Im Internet ersteigerte der Sammler dieses stinkende Stück, das er, bekleidet mit Badehose und Schwimmbrille, innen und außen bis auf den blanken Kunststoff mehrfach abspritzte, bevor er auch dieses Gefährt restaurierte.

Neben weiteren Wohnwagen und Anhängern gehört Wilfried Körner inzwischen auch ein Barkas Fensterbus. Dieses Vehikel galt als DDR-Pendant zum westdeutschen VW-Bus. Im Inneren änderte der Barkas in den vergangenen Monaten sein Aussehen und seine Funktion. Er ist heute als Hifi-Zentrale tauglich.

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