Völlig neuartiges Ultraschallgerät am Krankenhaus Düren

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Freuen sich über den großen technischen Fortgschritt zum Wohle der Patienten: Dr. Horst Kinkel (links) und Chefarzt Wolfgang Barényi. Foto: de

Düren. Eine Vorreiterrolle übernimmt das Krankenhaus Düren in der Ultraschalldiagnostik. In der Abteilung Gastroenterologie wird ein neuartiges Gerät erprobt, von dem es europaweit bisher nur drei Exemplare gibt. In Deutschland ist lediglich noch die Berliner Charité mit einer solchen Anlage ausgestattet.

„Aufgrund unserer großen Erfahrungen auf dem Gebiet der Ultraschalldiagnostik sind wir vom Hersteller gebeten worden, an der Weiterentwicklung des neuen Gerätes mitzuwirken”, betont Chefarzt Wolfgang Barnyi nicht ohne Stolz.

„Das Projekt ist für beide Seiten von Vorteil”, ergänzt Dr. Horst Kinkel, Leitender Oberarzt und Facharzt für innere Medizin und Gastroenterologie. „Wir können bei uns die allerneueste Technik und Software einsetzen und der Hersteller erhält von uns Vorschläge, wie man die Anlage insbesondere hinsichtlich der Handhabung und der Diagnosemöglichkeiten noch weiter optimieren kann.”

Das neue Gerät vereint alle technischen Möglichkeiten, die der Ultraschall heute zu bieten hat. Für die untersuchenden Mediziner von allergrößtem Vorteil ist, dass die Anlage eine bisher nicht bekannte Bildauflösung bietet.

Dr. Kinkel: „Wir können jetzt Strukturen in Millimetergröße untersuchen. Auch lassen sich die untersuchten Organe oder auch Teile davon dreidimensional darstellen und von allen Seiten betrachten”.

Das wiederum ist eine große Hilfestellung, wenn eine Operation erforderlich ist. Insbesondere die Blutgefäße sind leichter zu lokalisieren. Das Gerät ist übrigens so empfindlich, dass damit auch Patienten problemlos untersucht werden können, die nicht zu den Schlanksten zählen.

Dr. Kinkel: „Wir können mit dem Gerät auch Klarheit schaffen, wenn ein niedergelassener Arzt mit seinem einfacheren Ultraschallgerät etwas Verdächtiges entdeckt hat.”

Die aufwändige Technik gibt in Verbindung mit spezieller Software genaueren Aufschluss darüber, ob es bei einem Geschwür um einen gutartige Veränderung oder aber einen bösartigen Tumor handelt. Die angewandten Untersuchungsmethoden liefern dabei so viele Details, dass sich in vielen Fällen eine Gewebeentnahme erübrigt.

„Die Treffsicherheit bei Lebertumoren liegt bei weit über 90 Prozent”, so Dr. Kinkel. Das Gerät erlaube es, festzustellen, ob das fragliche Gewebe verhärtet ist - was ein Anzeichen für eine gefährliche Entwicklung sein kann.

Ein weiterer Vorteil: Wenn bei begründetem Verdacht auf eine bösartige Erkrankung eine Punktion erforderlich sei, könne dieser Vorgang unter Beobachtung durch das Ultraschallgerät punktgenau gesteuert werden.

Chefarzt Wolfgang Barényi: „Die technischen Möglichkeiten des Gerätes liefern uns viele Mosaiksteine, aus den wir ein sehr genaues Bild zusammen stellen können.”
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