Kreis Düren - VIV: Positive Grundstimmung

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VIV: Positive Grundstimmung

Von: inla
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Kreis Düren. Die Industrieunternehmen in der Region blicken mit Zuversicht in die Zukunft. 43 Prozent der Betriebe schätzen die Lage als gut ein. Im Herbst 2010 waren es 38 Prozent. Dass die Lage schlecht ist, sagen lediglich acht Prozent.

„Wir spüren eine positive Grundstimmung”, betonte der Geschäftsführer der Vereinigten Industrieverbände (VIV), Hans-Harald Sowka, gestern. Die VIV sind mit dem Rücklauf ihrer Befragung zufrieden. Von den 130 Mitgliedsfirmen haben 84, also 65 Prozent, geantwortet. Entlassungen, so eine weitere gute Nachricht, seien momentan kaum ein Thema, im Gegenteil: 36 der Unternehmen wollen Ingenieure und Facharbeiter einstellen, sagte Dr. Stephan Kufferath, Vorsitzender der VIV, gestern.

Ebenso viele Unternehmen gehen davon aus, dass sie in diesem Jahr einen höheren Gewinn erzielen als vergangenes Jahr. Die Auftragslage wird nach wie vor gut eingeschätzt (54,2 Prozent). Entsprechend positiv ausgeprägt sei auch die derzeitige Investitionsneigung, die sich aus den günstigen Faktoren ableite, sagten Sowka und Kufferath. Allerdings könne die Ertragslage mit dem Wachstum noch nicht mithalten.

Trotz der günstigen Entwicklung sei der Stand von 2008 noch nicht wieder erreicht, betonten die Fachleute der VIV. Fraglich sei, wie die Lage und Veränderungen im Nahen Osten, etwa durch den Ölpreis, die wirtschaftliche Lage in der Region beeinflussen. Gestiegene Rohstoffpreise führten schon jetzt zu einer Verunsicherung, sagte Stephan Kufferath, geschäftsführender Gesellschafter der GKD Düren.

Für die Zukunft sei wichtig, so Hans-Harald Sowka, dass „weiter in die Ausbildungsfähigkeit und Berufsberatung investiert wird”. Die VIV haben verschiedene Programme aufgelegt, um die Qualifikation und die Chancen des Nachwuchses zu erhöhen. Notwendig sei eigentlich schon eine Förderung im Kleinkindalter, etwa Sprachförderung bei Migranten. „Ohne Zuwanderung wird es in vielen Bereichen nicht gehen”, sagte Dr. Kufferath, der dafür plädiert, sich „ohne ideologische Scheuklappen” Gedanken über „notwendige Veränderungen” im Schulsystem zu machen.
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