Kreis Düren - VIV-Konjunkturumfrage: Mit Frühlingsbeginn hellt die Stimmung auf

VIV-Konjunkturumfrage: Mit Frühlingsbeginn hellt die Stimmung auf

Von: Stephan Johnen
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Dr. Stephan Kufferath (r.) und Geschäftsführer Hans-Harald Sowka stellten die Konjunkturumfrage vor. Bei den Unternehmen herrscht gute Stimmung. Foto: Johnen

Kreis Düren. Die Unternehmen im Kreis Düren blicken zuversichtlicher in die Zukunft. „Die Stimmung ist insgesamt positiv, unsere Mitglieder bewerten ihre Lage besser als im Herbst“, stellte Dr. Stephan Kufferath die aktuelle Konjunkturumfrage der Vereinigten Industrieverbände von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung (VIV) vor. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten für die kommenden Monate werde positiver eingeschätzt, berichtete der Vorsitzende.

45 Prozent der Unternehmen (von 133 VIV-Mitgliedern hatten sich 72 beteiligt) bewerten die Geschäftslage als gut. Nur sieben sagen: „Die Geschäftslage ist schlecht.“ Mit einer Verschlechterung im kommenden Halbjahr rechnen nur sehr wenige Unternehmen.

Auch die Bewertung der Auftragslage hat sich deutlich verbessert. 53,5 Prozent der Unternehmen bewerten sie als gut, im Herbst waren es nur 36,6 Prozent. „Entlassungen und Kurzarbeit spielen keine nennenswerte Rolle. Aber fast 30 Prozent der Unternehmen wollen neue Mitarbeiter einstellen“, stellte VIV-Geschäftsführer Hans-Harald Sowka weitere Ergebnisse der Umfrage vor.

Bei allen positiven Meldungen gebe es aber auch einen kleinen Wermutstropfen, sagt Stephan Kufferath: „21,4 Prozent der Unternehmen bezeichnen die Ertragslage als schlecht.“ Immerhin: Im Vergleich zum Herbst (23,6 Prozent) habe sich das Bild leicht verbessert. Steigende Umsätze seien aber nicht mit steigenden Gewinnen gleichzusetzen. Unter dem Strich stehe aber eine deutliche Stimmungsaufhellung, die sich auch an der gestiegenen Investitionsbereitschaft ablesen lasse.

Die Lage auf der Krim stelle für die Mitgliedsunternehmen derzeit kein großes Risiko dar, mutmaßt der VIV-Vorsitzende. Die Direktinvestitionen seien überschaubar, weder in Russland noch in der Ukraine „ist allzu viel los“. Diese Länder seien nicht die klassischen Absatzmärkte für Produkte von der Rur. „Anders sähe das bei einer Krise in China aus“, erklärt Kufferath.

Allein sein Unternehmen beschäftige dort 60 Mitarbeiter, viele Produkte der VIV-Mitglieder finden in China Käufer. „Mittel- und langfristig ist eher das Gelingen der Energiewende ein Risiko für unsere Unternehmen“, fordert Stephan Kufferath Planungssicherheit und „bezahlbare Energie“.

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