Visionäre Ideen für das Dürener Stadtzentrum

Von: Andreas Bongartz
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Düren. Das Wichtigste zuerst: „Man muss hier einen Cappuccino trinken können!” Die Möglichkeit das italienische Kaffeegetränk zwischen Hoesch-Museum und Marienkirchezu genießen, ist für den renommierten Architekten Dr. Wolfgang Meisenheimer eine ganz zentrale Frage, wenn es um die Gestaltung des Museumsvorplatzes geht.

Diese stand nämlich jetzt bei einem „Visionären Stadtrundgang”, zu dem die Dürener SPD eingeladen hatte, zur Debatte und Meisenheimer hatte dazu „ein paar Ideen, ein paar Bemerkungen” parat.

Am Ende wurde der Stadtrundgang auf den Museumsvorplatz beschränkt, Meisenheimers Ausführungen beschränkten sich hingegen nicht auf ein paar Ideen. Und natürlich schwebt dem Architekten weit mehr für den Museumsvorplatz vor, als die Möglichkeit Cappucino zu trinken.

Gleichwohl geht es Meisenheimer (kleines Foto) darum, Treffpunkte für die Dürener zu schaffen und dazu gehöre nun einmal ein Cafe. Dies zudem außerhalb des Museums, damit das Cafe auch von Leuten frequentiert werden könne, die nicht an Kultur interessiert seien.

Für Meisenheimer ein Trick, um solche Menschen auf den Platz der Kultur zu locken. Denn dies sei schließlich historisch gesehen der Platz zwischen Museum und Marienkirche, an dem sich früher auch das Stadttheater befand.

„Architektur muss, wenn sie gut ist, die Stadt darstellen”, sagt Dr. Meisenheimer und meint damit einen Bezug zum historischen Stadtbild, Charakteristika, die es nur in Düren gibt.

„Man muss schon kritisch hingucken: Passt das zu der Stadt oder nicht?” Das Stadtcenter biete zwar Unterhosen, Brot und Pizza - Notwendigkeiten des alltäglichen Lebens - habe die alte Kuhgasse aber verschwinden lassen.

Ein Platz der Kultur auf dem Museumsvorplatz würde hingegen gut in das Dürener Stadtbild passen, findet Meisenheimer. Dazu brauche es nicht viel: Eine Mauer als Abgrenzung zur August-Klotz-Straße, ein Skulpturenpark und natürlich ein Cafe. Dann seien der Nutzung des Platzes keine Grenzen mehr gesetzt.

Zum Platz der Kultur könnte sich ein Platz der Jugend am Schützenhof gesellen. Temporär überdacht könnten dort etwa Filmprojektionen oder Open-Air-Konzerte stattfinden. Außengastronomie würde das Angebot abrunden und einen weiteren Treffpunkt schaffen.
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