Düren - Viktoria Arnoldsweiler: „Wir wurden bedroht”

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Viktoria Arnoldsweiler: „Wir wurden bedroht”

Von: jan
Letzte Aktualisierung:

Düren. Der Abstiegskampf ist eine Situation, die Fußballern und Fans gleichermaßen an die Nieren gehen kann.

Dass Fußballer und Vereinsoffizielle persönlich bedroht werden, ist zumindest in mittelrheinischen Breitengraden neu. „Ein Mann, der sich als Vertreter von Viktoria Köln ausgab, hat angerufen”, berichtete Arnoldsweilers Trainer Bernd Lennartz. Die Kölner Viktoria ist Arnoldsweilers Widersacher im Kampf um den letzten verbleibenden Platz zum Klassenerhalt.

Der vermeintliche Kölner soll Konsequenzen angekündigt haben, falls der Dürener Klub die Kölner im Rennen gegen den Abstieg noch überholt. „Wir werden Anzeige erstatten”, kündigte Viktoria-Vorsitzender Josef Möthrath an. Mehrere Vorstandsmitglieder seien vor und nach dem jüngsten Spiel gegen Germania Dürwiß angerufen worden. Der Anrufer, dessen Nummer unterdrückt war, hat immer wieder davon gesprochen, dass die Partie gegen Dürwiß verkauft worden sei. 2:0 hat Arnoldsweiler gewonnen, Dürwiß als Spitzenreiter entthront und sich damit die Chance auf den Klassenerhalt bewahrt.

Von den Anrufen war auch aus dem Lager von Germania Dürwiß zu hören. „Bei uns hat jemand angerufen und mit sehr aggressivem Ton gesprochen”, so Germanen-Vorstandsmitglied Wolfgang Röber.

Beide Klubs haben den Vorfall an den Staffelleiter gemeldet. Dieser hat mit den Kölnern Kontakt aufgenommen und erhielt, so Möthrath, die Antwort, dass der Verein von derartigen Aktivitäten nichts wisse. Nun werden die restlichen Spiele der Klasse unter Aufsicht des Fußballverbandes Mittelrhein stattfinden.

Sportlich sieht die Situation folgendermaßen aus: Fünf Punkte Rückstand hat die Viktoria auf ihre Namensschwester aus Köln und noch zwei Spiele Zeit, um dies aufzuholen. Die Kölner Viktoria darf nur noch ein Mal ran. Gewinnt Arnoldsweiler beide Partien und Köln gewinnt nicht, dann ist der lange nicht mehr für möglich gehaltene Klassenerhalt doch noch geschafft. Denn die Tordifferenz der Lennartz-Truppe ist besser.
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