Whatsapp Freisteller

Vier Bach-Sonaten zum Auftakt in der Annakirche

Von: jul
Letzte Aktualisierung:
4746239.jpg
Susanne Trinkaus, Hans-Josef Loevenich und Hans Horch (v.l.) begeisterten die Konzertbesucher.

Düren. Da sind die letzten Bilder und Erinnerungen etlicher Jahresrückblicke gerade erst verblasst und schon geht es in St. Anna wieder strammen Schrittes vorwärts. Am Samstagabend wurde die Konzertreihe für das Jahr 2013 offiziell eröffnet.

Den Verantwortlichen um Kantor Hans-Josef Loevenich und Ria Flatten gelingt es Jahr für Jahr hochkarätige Programme auf hohem Niveau für die Musikliebhaber- und interessierten in Düren anzubieten. Auch das erste Konzert in diesem Jahr knüpfte an diesen gewohnten Anspruch an.

Besinnliche Stimmung

Mit vier Sonaten von Johann Sebastian Bach konnten Susanne Trinkaus, Hans Horch (beide an der Geige) und Hans-Josef Loevenich an der Orgel brillieren. Zu Beginn stand die A-Dur Sonate für Violine und Orgel auf dem Programm und Susanne Trinkaus auf der Empore. Von dort oben herunter entfaltete sie im Dolce eine ruhige, besinnliche Stimmung mit einem zarten Ton auf der Geige, dem im Allegro eine Verwandlung hin zum härteren Anstrich in schnellen Tonabfolgen und Tonsprüngen widerfuhr, die durchweg sauber erklangen. Dadurch gewann Trinkaus Spiel, die als renommierte Konzertmeisterin bekannt ist, eine gewisse Leichtigkeit.

Die Triosonate d-moll für Orgel folgte – drei Sätze, die ein perfektes Beispiel für Bachs kompositorischen Eigenheiten darstellten. Hans-Josef Loevenich musste dabei an der Orgel drei Stimmen gleichzeitig Spielen. Das klang im Andante wie ein feines Glockenspiel, bei dem jeder Ton filigran, ja gerade zu zerbrechlich zu sein schien und dadurch seinen ganz besonderen Wert hat. Es lag an der Spielweise Loevenichs, dass sich schon zu Beginn dieser Triosonate so etwas wie Ruhe, Gelassenheit bei den Zuhörern einstellte. Die beiden weiteren Sätze waren rhythmisch treibender und verloren sich somit in verworrenen Melodielinien, die sich immer stärker verzweigten.

Perfektes Zusammenspiel

Die letzten beiden Sonaten in G-Dur für zwei Violinen und Orgel boten auch Hans Horch, ebenfalls hochangesehener und ehemaliger Musiker im Sinfonieorchester des SWR Baden-Baden, die Möglichkeit sich in eine bis dahin gelungenen Vorstellung einzureihen.

Die Orgel bot den beiden Musikern ein solides Fundament, auf dem sie sich im Rahmen des Notentextes spielerisch entfalten konnten. Diese Chance ließen sie nicht ungenutzt und entlockten geradezu singend ihren Instrumenten die Töne. Besonders hervorzuheben ist das Interagieren der drei einzelnen Interpreten als Ganzes vor dem Hintergrund des technisch stark fordernden Spiels, was die jeweiligen Leistungen noch einmal unterstrich.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert