Düren - Vier Ämter weniger und „konzentrierte” Kultur

Vier Ämter weniger und „konzentrierte” Kultur

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:

Düren. Auf mittlere Sicht (spätestens bis 2012) wird es in der Dürener Stadtverwaltung vier Ämter weniger als bisher geben. Außerdem werden die städtischen Kulturinstitute zusammen gefasst.

Das sind die Kernpunkte des „perspektivischen Dezernatsverteilungsplans”, den Bürgermeister Paul Larue am Montag vorstellte.

Wie wiederholt berichtet, haben sich Rat und Verwaltung im Rahmen der Haushaltssanierung verpflichtet, bis 2011 rund 600.000 Euro jährlich bei den Personalkosten einzusparen. Die vorgesehene Auflösung von vier Ämtern erspart eben so viele Amtsleiterstellen, die jeweils mit 60.000 bis 70.000 Euro zu veranschlagen sind. Mithin ergibt sich eine Gesamtersparnis von 240.000 bis 280.000 Euro. Das Ziel von 600.000 Euro weniger im Jahr soll vor allem durch Altersteilzeitregelungen erreicht werden.

Nach Angaben des Bürgermeisters haben seit Beginn des Neuordnungsprozesses zusätzlich 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen entsprechenden Antrag gestellt. Die nach Ablauf der „aktiven Phase” frei werdenden Stellen sollen - wo immer das möglich ist - nicht neu besetzt werden.

Integration „Chefsache”

Zum Jahresbeginn wurden bereits einige Aufgaben neu verteilt beziehungsweise zusammen gefasst. So ist das bisher beim Jugendamt angesiedelte weite Feld der Integration von nicht deutschstämmigen Bürgerinnen und Bürgern ab sofort „Chefsache”. Unmittelbar dem Bürgermeister unterstellt bleibt die Wirtschaftsförderung, die um zwei halbe Stellen verstärkt wird.

Die städtischen Kulturinstitute - Archiv, Museum, Volkshochschule, Stadtbücherei sowie Musik- und Veranstaltungsmanagement - werden (im Dezernat des Bürgermeisters) zusammengefasst. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Verwaltungsführung für eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung (nach dem Muster des Dürener Service-Betriebes) entscheiden könnte. Die Institute könnten aber auch in einem „neuen” Kulturamt aufgehen. Bis Ostern soll diese Frage entschieden werden, wie Larue sagte.

Entfallen werden das Amt für Informationsverarbeitung (es wird mit dem Hauptamt zum neuen Amt für Zentrale Verwaltung zusammengelegt), das Standesamt (wird ins Bürgerbüro integriert), das Bauverwaltungsamt und das Wohnungsförderungsamt. Die Auflösung erfolgt nicht sofort, sondern erst, wenn die jeweiligen Amtsleiter in Pension gehen. Das gilt auch für die Kulturinstitute.
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