Viele Sprünge und andere Künststücke

Von: Corinna Jörres
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Skater zeigen, was Sie können. Foto: Corinna Jörres

Niederzier. Ellen, an einem bewölkten Samstagmittag im Juli: Über dem gut 2000-Einwohner-Dorf im Kreis Düren scheint eine wochenend-typische Ruhe zu liegen. Es sei denn, man bewegt sich an den Rand des Dorfes.

Von dem dort neben der Sporthalle gelegenen Skatepark ertönt peppige Musik als Begleitung für die etwa 40 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich auf ihren Skateboards warm fahren oder, noch gemütlich am Rand sitzend, etwas getrunken und sich unterhalten haben.

Wofür sich warm gefahren wird? Und worauf gewartet wurde? Auf den Beginn der zweiten Runde des „Neighborhood Cups 2009”. Dabei geht es nicht nur um einfaches Skateboardfahren, sondern um so genannte Tricks, also Sprünge oder andere Künststücke, die mit dem Skateboard ausgeführt werden.

Die erste Runde fand bereits Ende Juni in Langerwehe statt, das Finale wird am 15. August in Eschweiler am Alten Busbahnhof sein. Organisiert wurde der Wettkampf von der Evangelische Gemeinde Niederzier in Kooperation mit dem „Blackbox Skateshop” aus Düren.

Die Teilnehmer sind bei allen Wettbewerben des Cups in zwei Gruppen aufgeteilt, die A-Gruppe für gesponserte, also sehr gute Fahrer, und die B-Gruppe für Könner, die einfach Spaß am Skaten haben.

„Wir veranstalten auch Wettbewerbe für B- und C-Gruppen, wie zum Beispiel letzten Mai den zweiten Local Hero Cup in Langerwehe. Das ist dann für Könner, die schon einiges draufhaben, und Anfänger, die sich ansonsten wahrscheinlich nicht unbedingt trauen würden, bei so was mitzumachen”, erklärt Organisator Klaus-Dieter Span. „Ich habe selber mit einem Weltmeister zusammengearbeitet, und wir wollten so einen Wettbewerb auch in die Dürener Region bringen.”

Wirkliche Sieger standen an diese Samstag allerdings noch nicht fest: Der „Neighborhood Cup” besteht aus drei Wettbewerben, in denen die Teilnehmer jeweils Punkte sammeln können. Nach dem Finale werden alle Punkte addiert, und die Gesamtsieger der Gruppen stehen fest. Und nicht nur für die beiden ersten Plätze stehen Preise zur Verfügung: In diesem Jahr erhalten die Plätze 1 bis 4 Sachpreise im Gesamtwert von 3000 Euro.

Was die hauptsächlich männlichen Teilnehmer zeigten, war beeindruckend: Es wurde gesprungen, das Skateboard in der Luft gedreht, an Metallkanten entlang gefahren und noch einiges mehr. Da blieben auch Stürze nicht aus, doch das sind die Jungs wohl gewöhnt. Einfach aufstehen und wieder rauf aufs Brett, heißt die Devise.

Bewertet werden die Skater nach dem Schwierigkeitsgrad der Tricks, wie viele Tricks in der Zeit vorgeführt werden und wie „gut” es aussieht, also wie sauber die Tricks durchgeführt werden. Beim „Neighborhood Cup” werden sogenannte „Jams” gefahren, das heißt, dass zwei Leute innerhalb von zwei Minuten gleichzeitig Tricks zeigen.

„Normalerweise gibt es bei Wettbewerben eher Runs, also ein Skater hat 45 Sekunden Zeit, um zu zeigen, was er kann. Wir bevorzugen die Jams, das ist nicht so stressig für die Fahrer und interessanter zum Zuschauen”, erläutert Span.

Er sitzt zwar nicht in der Jury, dafür haben sich aber fünf Skater mit langjähriger Erfahrung aus der Region bereit erklärt: Arne Klar und Thomas Kritalic aus Aachen, Tobi Offermanns, Patrick Schalkau und Volker Bersch aus dem Kreis Düren.

Neben dem regulären Wettbewerb hat die Jury noch etwas anderes zu bewerten. Am Ende wird ein „Best Trick Contest” veranstaltet, bei dem jeder mitmachen kann. Das Prinzip ist einfach: Der beste oder „härteste” Trick gewinnt. Also bleibt es spannend. Wer die besten Skater der Region sind, wird sich im August zeigen.

Wer nun Lust hat, diese Sportart selber einmal auszuprobieren, kann zum Beispiel in der „Blackbox” bei Klaus-Dieter Span vorbeischauen. Am Kaiserplatz 20 betreibt der 32-Jährige seit drei Jahren einen Mittelpunkt für die Skaterszene Dürens. Geöffnet ist montags bis freitags von 12 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr.
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