Viele Schätze gerettet: Im Stadtarchiv bleibt aber noch viel zu tun

Von: de
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Foto: Dietmar Engels
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Düren. Im Haus der Stadt sind die Schätze des Stadt- und Kreisarchivs dank neuer Einrichtung jetzt besser geschützt. Viele Urkunden und Akten befinden sich aber noch in einem sehr schlechten Zustand. Ein Teil davon kann jetzt dank Fördermitteln der Stiftung Preußischer Kulturbesitz restauriert und für die Nachwelt dauerhaft erhalten bleiben.

Helmut Krebs, Leiter des Archivs, und Matthias Frankenstein als Restaurator stellten am Donnerstag Bürgermeister Paul Larue und der Öffentlichkeit einige bereits restaurierte Archivalien vor.

13.000 Euro hat die Stadt Düren von der bundesweit tätigen Stiftung bekommen, 2000 Euro muss sie selbst beisteuern. „Mit dem Geld lässt sich schon eine Menge machen”, freute sich der Archivleiter. Vermutlich werde die Summe für etwa 3000 Dokumente reichen. Um alles beschädigte Material in einen verwendbaren Zustand zu versetzen, seien aber mindestens 100.000 Euro erforderlich.

Aktuell geht es um Prozessakten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Es handelt sich um zivile Streitverfahren von Einwohnern der Stadt Düren, die in der Mehrzahl vor dem hiesigen Stadt- und Hauptgericht ausgetragen wurden. Erst jetzt, nach der Restaurierung, ist eine Auswertung nach unterschiedlichen stadthistorischen Gesichtspunkten möglich. Die Zeitzeugen aus Papier und Pergament waren nämlich erheblich beschädigt - durch Kriegsschutt, Feuchtigkeit und Schimmelpilz.

Pro Seite braucht der Restaurator zwischen fünf und 20 Minuten, um die Lesbarkeit und die Erhaltung auf Dauer zu sichern. Das geschieht mit unterschiedlichen Verfahren. So werden einige Dokumente mit sehr dünnem Japanpapier überzogen, andere können nach der Reinigung und Glättung ohne größeren Aufwand instand gesetzt werden.

Der dringenden und sachgemäßen Restaurierung harren in dem Archiv als „Gedächtnis der Stadt” unter anderem noch rund 20 Regalmeter städtischer Archivalien aus der vorfranzösischen Zeit (vor 1794).
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