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Viele neue Ideen für eine alte Wohnanlage

Von: Margret Vallot
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Eine von über 80 Studierenden
Eine von über 80 Studierenden, die sich an dem Projekt mit Ideen , Plänen udn Modellen beteiligten: Michaela Höckling. Foto: Margret Vallot

Düren. 14 Tage lang sind sie jetzt im Bürgerbüro am Markt zu sehen: die besten Studenten-Entwürfe zu den Häusern Olefstraße 42-62 in Mariaweiler. Dieser Wohnanlage würde eine Steigerung der Attraktivität schon lange guttun. Weshalb man sich auch im vorigen Jahr zusammensetzte und einen Wettbewerb ausschrieb.

Bei der ganzen Angelegenheit handelt es sich um ein Projekt, bei dem vieles ausprobiert wurde, einiges sogar zum ersten Mal. So haben die beiden Professoren die vielen Entwürfe benotet, die zwölf besten ausgesucht und es dann erstmals den Bewohnern und Verwaltern überlassen, die drei Wettbewerbssieger auszusuchen.

So wurde es jüngst spannend, als im Bürgerbüro bei der Eröffnung der Ausstellung die Initiative des Quartiersmanagements die drei Sieger mit 200, 300 und 500 Euro ausstattete. Im „Quartiersmanagement Mariaweiler Olefstraße” haben sich Eigentümer, Hausverwaltungen, Vertreter der Bewohnerinitiative Mariaweiler, Mitarbeiter der Stadt und der Evangelischen Gemeinde zusammengeschlossen.

Die Professoren von Brand und Dutczak vom Kölner Institut für Städtebau (Fachhochschule) formulierten die Aufgabenstellung und nahmen in Kauf, dass die künftigen Architekten einmal nichts Neues erarbeiten mussten, sondern nur Bestehendes umgestalten konnten. Über 80 junge Frauen und Männer haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. Die Verteilung der Siegerprämien wurde durch eine Spende der Sparkasse ermöglicht.

Der absolute Favorit der Initiative ist der Entwurf von Magdalena Blantzik und Kerstin Herkenrath, die Veränderungen mit vielen kräftigen Farben herbeiführen. „Mutig” nannte Professor von Brandt den Entwurf, bei dem auch in die Baumasse eingegriffen wird.

Platz zwei belegte ein Entwurf des Teams Groß/Heidecker/Rhein und den dritten Platz machten Julia Schirm-Almeida, Svenja Recha und Anna Herr. Alle drei Siegerentwürfe bieten eine Menge Anregungen für die Steigerung der Attraktivität der Anlage. Sie formulieren Ideen zum Umfeld, zur Zuwegung, legen Wert auf Kommunikation untereinander und zum ganzen Stadtteil, nutzen Außenflächen. Vielfach wird mit Bepflanzung gearbeitet, mit Licht und Schatten gespielt und mit der Fassadengestaltung.

Die beiden Verwalter Birgitt Kuckertz und Klaudius Pohl denken jetzt über Veränderungen der mehrfach spekulativ verkauften Anlage nach. Insbesondere gefiel die Idee, einen kleinen Park an der Rur anzulegen.

Birgitt Kuckertz erzählte, sie habe bei der Zusammenarbeit mit den Studenten viel gelernt und schaue jetzt mit ganz anderen Augen auf die Gebäude in Düren.
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