Düren - Viele Azubis ohne Perspektive

Viele Azubis ohne Perspektive

Von: Sandra Kinkel
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Daniele Schiele (19), Gewerkschaftssekretär Volker Kohlisch und Jürgen Müller (von rechts) hoffen auf eine rege Beteiligung beim Fackelzug der IG Metall am Abend in der Innenstadt. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Operation Übernahme”, so heißt eine bundesweite Aktion der IG-Metall-Jugend, die am Freitagabend auch in Düren stattfinden soll. Auszubildende wollen mit einem Fackelzug auf ihre Probleme aufmerksam machen.

Gewerkschaftssekretär Volker Kohlisch erklärt: „Zur Zeit machen viele Auszubildenden wieder ihre Gesellenprüfung. Aber etwa 50 Prozent aller Azubis werden nicht übernommen.”

Bundesweit seien 14,9 Prozent aller 15- bis 25-Jährigen arbeitslos, im Kreis Düren immerhin noch über 12 Prozent. „Der Rest”, so Kohlisch, „geht in Leiharbeit, muss im Niedriglohnsektor arbeiten, geht weiter zu Schule, absolviert ein Studium oder erfüllt seine Wehrpflicht beziehungsweise seinen Zivildienst.”

Es sei ein Skandal, so der Gewerkschaftssekretär, dass die jungen Leute keine Zukunftsperspektive hätten, obwohl sie eine qualifizierte Berufsausbildung hätten.

„Deswegen”, ergänzt Jürgen Müller, Betriebsratsmitglied bei Tedrive und zudem zuständig für die Jugendarbeit bei der IG Metall, „ist es wichtig, dass wir in Düren wieder einen großen Ortsjugendausschuss gründen. Und das wollen wir mit der Aktionam Freitag in Angriff nehmen.”

Gemeinsam mit einigen Jugendlichen hat Jürgen Müller eine Internetseite gestaltet, auf der sich auch schon 250 Jugendliche für den Fackelzug angemeldet haben. Jürgen Müller: „Es muss uns gelingen, die Jugend wieder zu gewinnen.”

Rund 500 Mitglieder der IG Metall in Düren seien Auszubildende. „Das ist eine ganz gute Zahl”, so Müller. „Kann aber natürlich noch besser sein. Es ist wichtig, dass die jungen Leute dafür kämpfen, dass alle Auszubildenden mindestens ein Jahr nach Beendigung ihrer Lehre von ihrem Betrieb übernommen werden. Damit sie Berufserfahrung sammeln können und ihnen Dumpinglöhne und Leiharbeit erspart bleiben.”
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