Düren - Viel Beifall für den Troubadour beim Opernabend

Viel Beifall für den Troubadour beim Opernabend

Von: has
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Eine opernaufführung, die den Geschmack des Publikums traf. Die Staatsoper Kharkov setzte Verdis „Troubadour” gekonnt und routiniert um. Viel Beifall gab es für das vielköpfige Ensemble. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Ein großer Opernabend im Haus der Stadt. Die Staatsoper Kharkov führte Giuseppe Verdis Oper „Der Troubadour” auf und erntete für ihre Leistungen sehr starken Beifall bis hin zu stehenden Ovationen. Der ungewöhnliche Reichtum an Melodien zog von Beginn an das Publikum im sehr gut gefüllten Saal in den Bann.

Vor einer düster wirkenden Bühnenkulisse lief dieses Musikdrama der Gegensätze von Liebe und Hass, Eifersucht und Rache ab, getragen von Melos und Rhythmik, der Melodienfolge und ihrer Umsetzung. Zwei Männer, die nicht wissen, dass sie Brüder sind, bekämpfen sich auf Leben und Tod. Es herrscht Krieg um die Krone von Aragon.

Die Brüder, die nicht nur feindliche Parteien vertreten, lieben auch noch dieselbe Frau. Es ist aber auch die Geschichte der Zigeunerin Azucena, in ihrer Zerrissenheit zwischen dem Gefühl ihrer mütterlichen Liebe zu ihrem Ziehsohn und der Verpflichtung zur Rache für den Mord an ihrer Mutter.

Dieses klassische Opernthema einer Tragödie wurde in kurzen Bildern dargestellt. Schnelle Umbauarbeiten nahm das Publikum ruhig hin. Auch ein Zeichen dafür, dass der Stoff und die Melodienvielfalt angekommen waren. So fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass die Inszenierung eher etwas überholt und das Bühnengeschehen sehr statisch wirkte.

Das Ensemble verstand es dennoch, Spannungen aufzubauen, ließ die Zuhörer in das Geschehen eintauchen. Auch Traditionelles kann anziehend sein, wie die Reaktionen der Zuhörer zeigten. Es waren die Stimmen der Protagonisten, die in der einzigartigen Abfolge von Belcanto-Nummern in Arien, Duetten und Terzetten durchweg überzeugten. Ebenso hinterließen die Unisono-Chöre und das Orchester einen sehr guten Eindruck. Alles wirkte eingespielt und solide, eben wie man es von einer Staatsoper erwarten kann.

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