Vettweiß kämpft um den Erhalt der Hauptschule

Von: bugi
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Vettweiß. Wenn die Sitzung des Vettweißer Schulausschusses am Montag nicht öffentlich gewesen wäre, hätte Bürgermeister Josef Kranz vielleicht zu einer anderen Wortwahl gegriffen. So nannte er den Vorgang nur „kurios” und man konnte spüren, dass er an drastischere Worte dachte.

Kranz hatte am Vormittag einen Anruf erhalten. Von der Bezirksregierung. „Ich bin gefragt worden, ob wir auf unsere Hauptschule verzichten würden. Diese Vorgehensweise ist schon sehr kurios”, so Kranz. Dass die Vettweißer auf ihre Hauptschule nicht verzichten wollen, versteht sich von selbst.

Das hat der Ausschuss dem Bürgermeister auch noch einmal einstimmig mit auf den Weg gegeben. Zwölf Anmeldungen für das neue Schuljahr hat es gegeben, nur vier Kinder davon stammen aus der Gemeinde selbst. „Wir wissen, dass zwölf angemeldete Kinder eine problematische Zahl ist”, so Kranz. „Wir wissen aber auch, dass es viele Kinder gibt, die noch nicht beschult werden.”

Dabei blickt Kranz gen Nideggen und Kreuzau, wo an der Sekundarschule Kinder abgelehnt werden mussten. In Vettweiß hofft man, dass sich ein Teil der Eltern noch für die Hauptschule entscheidet, um ihre Existenz zu sichern. Das könnte ab 16 Anmeldungen gelingen. Es könnten aber auch Kinder sein, die an einer Realschule angemeldet sind, die Aufnahmegespräche aber noch nicht absolviert haben.

Denn: Die Hauptschule, die Jahr für Jahr um ihre Klasse 5 kämpfen muss, hat gleichzeitig einen hohen Rücklauf in den Folgeklassen. Elf Neuanmeldungen für die Stufen 7 und 8, elf für die Jahrgangsstufe 9 verzeichnet die Schule. Das führt dazu, dass Jahrgänge zweizügig unterrichtet werden können.

Ein Grundschulleiter drückte es so aus: „Es gibt Kinder, die nicht für die Realschule geeignet sind und dennoch da angemeldet werden.” Und mit zeitlicher Verzögerung wieder in Vettweiß aufschlagen. Aber: Fällt die Eingangsklasse weg, wird es auch keine Rücklaufmöglichkeit mehr geben.
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