Vermessungstechnik: Sara Rensinghoff ist beste Auszubildende

Von: Sandra Kinkel
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Sara Rensinghoff ist Vermessungstechnikerin und beste Auszubildende ihres Jahrgangs.

Vettweiß. „Es war mein Ziel, die Abschlussprüfung so gut wie möglich zu schaffen. Damit, dass ich die beste Auszubildende meines Jahrgangs bin, habe ich aber überhaupt nicht gerechnet.“ Sara Rensinghoff aus dem Vettweißer Ortsteil Disternich ist 23 Jahre alt und frisch gebackene Vermessungstechnikerin. Vom „Verband Freier Berufe im Lande Nordrhein-Westfalen“ ist sie als beste Auszubildende ihres Jahrgangs ausgezeichnet worden.

 „Ich wollte nach dem Abitur nicht studieren“, erzählt Sara Rensinghoff. „Ich wollte arbeiten und Geld verdienen. Ich hatte das viele Lernen irgendwie ein bisschen satt.“ Bei ihrer Berufswahl war Sara Rensinghoff wichtig, viel mit Menschen zu tun zu haben und ab und zu auch draußen arbeiten zu können. „Das kann ich als Vermessungstechnikerin“, sagt sie. „Ich bin total glücklich mit meinem Beruf.“

Sara Rensinghoff hat nach ihrer Gesellenprüfung einen befristeten Arbeitsvertrag für ein Jahr bekommen. Das wusste sie aber schon im Februar, damals hat sie noch nicht geahnt, die beste Auszubildende ihres Jahrgangs zu werden. „Aus meiner Berufsschulklasse ist keiner nach der Prüfung arbeitslos geworden.“

Auch wenn die Arbeitsmarktsituation für die jungen Vermessungstechniker offenbar ganz gut ist, glaubt Sara Rensinghoff, dass ihr die Auszeichnung zum besten Azubi nützlich sein kann. „So etwas macht sich bestimmt gut in einer Bewerbungsmappe“, sagt die junge Frau.

Das sieht André Busshuven, Geschäftsführer des „Verbandes für freie Berufe“ ganz ähnlich. „Wir halten nicht nach, ob Leute mit dieser Auszeichnung später eine besondere Karriere machen. Uns ist eher der persönliche Aspekt wichtig. Wir möchten eine besondere Leistung besonders würdigen.“

Bei der Handwerkskammer Aachen gibt es sogenannte Leistungswettbewerbe für junge Handwerker, die besten Arbeiten werden im Rahmen einer Ausbildung einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Georg Stoffels, Geschäftsführer bei der Handwerkskammer für den Bereich Berufsausbildung sagt: „Ein Sieg im Leistungswettbewerb ist für motivierte Handwerker ein Türöffner bei der weiteren Jobsuche. Ein oberer Platz macht sich immer gut in den Bewerbungsunterlagen.“

Viele erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmer, so Stoffels weiter, seien heute im Übrigen ebenso erfolgreiche Handwerksunternehmer. „Denn wer in jungen Jahren gelernt hat, sich im Wettbewerb zu behaupten, bleibt das ‚Siegergen‘ auch bei der weiteren Karriere erhalten.“

Ob das auch auf sie selbst zutrifft, wird Sara Rensinghoff erst in einigen Jahren sagen können. Sie möchte auf jeden Fall ihrem Beruf treu bleiben, plant kein Studium. „Mir gefällt einfach die Mischung aus Büroarbeit und Tätigkeit im Freien. Das ist genau mein Ding.“

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