Verlegung der A4: Bundesverwaltungsgericht fällt Urteil Anfang Mai

Von: oha
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Ellen/Leipzig. Mit einem Plädoyer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) für die Rettung der seltenen Bechsteinfledermaus geht am Freitag der zweite Verhandlungstag zur Verlegung der Autobahn 4 bei Ellen vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zuende.

Sein Urteil will das Gericht am 6. Mai um 9.30 Uhr sprechen. Am ersten Verhandlungstag hatten Gegner der Autobahnverlegung aus Ellen und Buir vor allem ihre Furcht vor Lärm und Feinstaubbelastung vorgebracht. Bis in den späten Abend hatten ihre Gutachter dargelegt, dass die Berechnungen des Bauherren Straßen NRW ihrer Meinung nach nicht stimmen. So fehle in der Planung eine „Modellprognose”, die die Verkehrsentwicklung auf den Straßen der Region beleuchte.

Die Diskussion Gutachter gegen Gutachter setzte sich in den Bereichen Lärm- und Schadstoffentwicklung fort. Während der Experte des Straßenbauers einen Lärmschutz bei Buir als zu teuer ablehnte, verwies der Rechtsanwalt der Kläger darauf, dass der Lärmschutz lediglich vier Prozent der Baukosten für das gesamte Projekt ausmachen würde. Ein weiterer Gutachter legte die Feinstaub- und Schadstoffbelastung der Autobahnanwohner dar.

„Auf die Buirer Bevölkerung kommt eine gesundheitsgefährdende Belastung zu, die durch die bisher vorgesehenen Baumaßnahmen nicht gemindert werden kann”, fasste Peter Abels von der Initiative „Buirer für Buir” die Bedenken zusammen. Wolfgang Schäfer erläuterte für die Kläger aus Ellen, dass die geplante Autobahntrasse über einer tektonischen Störung im Boden verlaufe. Dies habe zur Folge, dass die Fahrbahndecke ständig repariert werden müsse. „Mit der Folge von Staus und Umleitungsverkehr über die B 56 und L 264”, so Schäfer am Donnerstag vor seiner Rückreise nach Ellen.

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