Verlegter Schlichbach: Ein Rückzugsort bedrohter Tierarten

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Das Wehr ist geöffnet: Der Schlichbach fließt im neuen Bett.

Schophoven. Wasser marsch: Kaum ist das Wehr geöffnet, nimmt der Schlichbach Besitz von seinem neuen Bett außerhalb des Tagebaus Inden. RWE Power hat rund 1,5 Millionen Euro in die Verlegung investiert. „Vorbild und Ansporn war die erfolgreiche Verlegung der Inde“, erklärte Tagebauleiter Dr. Stephan Strunk.

Bis heute hat sich auf dem zwölf Kilometer langen Flussabschnitt, der sich nach alten Plänen durch die Landschaft mäandert, eine artenreiche Flora und Fauna angesiedelt. Naturschützer haben nach RWE-Angaben bereits 25 Tier- und Pflanzenarten beobachtet, die auf der Liste bedrohter Tierarten stehen. „Die Indelandschaft hat sich für Menschen, Tiere und Pflanzen zu einem idealen Rückzugs- und Erholungsraum entwickelt“, betonte Strunk weiter. „Dieses Ergebnis wollen wir – wenn auch in kleinerem Maßstab – auf den Schlichbach übertragen“.

2009 startete die Planung zur Verlegung des Schlichbachs, den der Tagebau Inden in diesem Jahr erreichen wird. „Die Verlegung ist keine isolierte Einzelmaßnahme, sondern Teil der Renaturierung in der Umgebung“, erklärte der Indener Bürgermeister Ulrich Schuster. Im Zuge des Projekts werden daher auch Abschnitte des trocken gefallenen Mühlenteichs genutzt. Die neue Trasse ist so angelegt, dass sich der Bach in einer breiten Aue entwickeln kann.

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