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Verdienstorden für den Oberschlupp

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Ahle Schlupp-Präsident Peter Kaptain (4. v. l.) wurde von Schluppe-Vize Willi Wink (l.) mit dem Tillmann-Gottschalk-Verdienstorden ausgezeichnet. Seine Söhne Carlo (3. v. r.) und Arne, Manfred Kempen (r.) sowie der Ordensträger des vergangenen Jahres, Paul-Werner Schnitzler, gratulierten ihm. Foto: Andreas Bongartz

Kreuzau. Normalerweise ist es der „Ahle Schluppe”-Präsident Peter Kaptain, der bei der traditionellen Verleihung des Tillmann Gottschalk Verdienstordens die Ehrungen vornimmt. Dieses Jahr war der Oberschluppe allerdings verhindert. Aus gutem Grund, denn „Pe”, wie Kaptain von seinen Freunden genannt wird, erhielt in diesem Jahr selber die Auszeichnung.

Und „dat wurd ejentlich och Zegg”, wie Manfred Kempen, Geschäftsführer der KG Ahle Schlupp und Ortsvorsteher von Kreuzau in seiner Laudatio befand. Schließlich sind die Verdienste von Kaptain, der seit 1989 das Steuer bei der Kreuzauer Karnevalsgesellschaft in den Händen hält, mehr als zahlreich.

Um die Förderung und den Erhalt der Muttersprache hat er sich mit neuen Akzenten und bleibenden Initiativen verdient gemacht: Von 1976 bis 1989 war er Prologsprecher der KG, er hat die Tillmann-Gottschalk-Nachmittage im Rahmen der Kreuzauer Kulturtage mit ins Leben gerufen, genauso wie er die Idee zur Verleihung des Tillmann-Gottschalk-Verdienstordens hatte und bei den plattdeutschen Messen am Karnevalssonntag mitwirkt.

Darüber hinaus war er mit 14 Jahren Mitinitiator des Kreuzauer Kinderkarnevals, hat die Männergarde Schermedröht mitgegründet, leitet seit 1981 die Organisation des Rosenmontagszugs, ist Mitglied in allen Komitees der Gesellschaft, Redakteur des „Schluppe-Blättchens”, das er 1988 ins Leben rief und, und, und. Oder wie es Manfred Kempen ausdrückte: „Der Pe hätt en däm Verein övverall seng Fenge em Spell.”

Sein Engagement beschränkt sich aber nicht nur auf den Krözauer Fastelovend, auch sonst ist Kaptain vielfältig in seinem Heimatort Kreuzau tätig, Mitglied im Fußballclub, im Tennisclub, in der Kirmesgesellschaft, bei den Schützen und beim Kegelclub „Die Kleaffbotze”, deren Geschäftsführer er sein 32 Jahren ist.

Vor allem schlägt Pes Herz aber natürlich für seinen Ahle Schlupp und die heimische Mundart. Die Auszeichnung mit dem Tillmann-Gottschalk-Verdienstorden war also nur folgerichtig und überfällig. „Du bess der Kapitän vom Scheff Ahle Schlupp, on die Besatzung hätt Vertroue zo dir. Du steuers dat Scheff seit 21 Juahr durch jede Storm, on mir hann met dir bisher noch jede Hafen secher erreich”, sagte Manfred Kempen zu seinem Freund.

Und gab dann auch noch gleich ein kleines Ständchen zum Besten: „Du bes ne Krözaue Jong on dehs jiarn lache, he es deng Heemat - he jehürs du och hen.” Seine Söhne Carlo und Arne Kaptain trugen für ihren Vater ein Gedicht in Plattdeutsch vor.

Als dann Ahle Schlupp-Vizepräsident Willi Wink zur Ehrung schritt, war Peter Kaptain sichtlich gerührt. Der „Oberschluppe” erhielt den Verdienstorden von seinem Vorgänger Ehrensenator Paul-Werner Schnitzler.
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