Unvergessliches Konzert zum Jahresausklang

Von: Sandra Kinkel
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Johannes Esser an der Orgel sowie der Trompeter, Hub Nickel, und die Sopranistin, Katharina Bergrath, bereiteten den Zuhörern ein wunderbares Konzerterlebnis. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Stimmungsvoller hätte der Beginn des Silvesterabends nicht sein können. Das „Konzert zum Jahresausklang“ des Dürener Konzertforums „Cappella Villa Duria“ unter der Leitung von Johannes Esser in der Pfarrkirche St. Joachim in Nord-Düren ist seit Jahren Tradition.

Wegen der Renovierungsarbeiten der Kirche musste das Konzert 2011 ausfallen, umso größer war die Freude der Musikliebhaber, dass sie in 2012 den Jahreswechsel wieder mit einem großartigen Konzert einläuten konnten.

Neben Johannes Esser, der an der Klais-Orgel aus dem Jahr 1992 mit 34 brillierte, begeisterten die junge Sopranistin, Katharina Bergrath, und der Trompeter Hub Nickel. Vorgetragen Werke von Jean Baptist Loeillet, Max Reger, Joseph Haydn, Johann Sebastian Bach, Sigfrid Karg-Elert, Georg Friedrich Händel, Friedrich Lux und Wolfgang Amadeus Mozart. Dr. Gisela Hagenau und Irmgard Hafenrichter sorgten für die richtige Registrierung der Orgel.

Die wunderschöne Kirche in Nord-Düren war voll besetzt. Und die Zuhörer wurden an Silvester 2012 nicht enttäuscht: Das Gotteshaus war in stimmungsvolles, farbiges Licht getaucht: Mal festlich und erhaben, dann wieder schwungvoll und fast fröhlich – die drei wirklich begnadeten Musiker sorgten mit technischer Perfektion und hoher Musikalität für ein unvergessliches Konzerterlebnis. Die Musik hat die Menschen geradezu gefangen genommen, in St. Joachim herrschte eine Spannung und Konzentration, die fast schon mit den Händen greifbar war.

Bei Max Regers „Weihnachten“ aus den „Sechs Orgelstücken opus 145“ beispielweise wurde man mit Variationen über „Es kommt ein Schiff geladen“ oder „Stille Nacht“ noch einmal an die Weihnachtstage erinnert, das „Halleluja“ aus Mozarts Motette „Exultate jubilate“ stimmte im Gegenzug föhlich für den bevorstehenden Jahreswechsel, und die Trompetenklänge bei Johann Sebastian Bachs bekannter „Air“ aus der Ouvertüre in D-Dur waren fast zum Weinen schön. Hub Nickel ist wirklich ein Meister seines Fachs, bei seinen perfekten Phrasierungen hatte man manchmal den Eindruck, der Trompeter müsse überhaupt nicht atmen.

Traditonell endete das Silvesterkonzert mit der „Toccata und Fuge d-moll“ für Orgel von Bach, schon beim ersten Applaus bekamen Johannes Esser, Katharina Bergrath und Hub Nickel zu Recht stehende Ovationen.

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