Düren - Unterirdische Wasserspeicher entdeckt: Teil des Annakirmesplatzes gesperrt

Unterirdische Wasserspeicher entdeckt: Teil des Annakirmesplatzes gesperrt

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Betreten verboten! Der hintere Teil des Annakirmesplatzes bleibt solange gesperrt, bis die unterirdischen Wasserschächte verfüllt sind. Foto: Abels

Düren. Jahrzehntelang waren sie in Vergessenheit geraten, jetzt sorgen 18 unterirdische Wasserspeicher aus der Preußenzeit dafür, dass der hintere Teil des Annakirmesplatzes bis auf weiteres gesperrt bleibt.

Als Mitarbeiter der Kirmesverwaltung vor Wochen eher zufällig auf einen der Schächte gestoßen waren, stand urplötzlich die Frage der Standfestigkeit im Raum, obwohl jahrzehntelang die schwersten Autokräne der Schausteller tonnenschwere Fahrgeschäfte auf dem Platz bewegt haben ohne das jemals etwas passiert ist.

Nach einem Blick in alte Karten stellte sich schließlich heraus, dass sich insgesamt 18 Anlagen unter dem Annakirmesplatz befinden, fünf Meter tief mit einem Durchmesser zwischen drei und sieben Metern. „Einige Reservoire stammen aus dem Jahr 1895, andere aus dem Jahr 1905, erklärt Baudezernent Paul Zündorf, ein Teil ist gemauert, der andere besteht aus Beton.

Nach eingehender Begutachtung der Tragfähigkeit mit fachlicher Unterstützung eines Statikers hat sich die Stadt nun entschieden, alle Anlagen zu verfüllen, um die Standfestigkeit des Annakirmesplatzes dauerhaft zu sichern. In den kommenden Wochen soll ein entsprechender Auftrag an eine Spezialfirma vergeben werden. „Aber keine Angst“, betonte Zündorf, „die Austragung des Maimarktes und der Annakirmes sind nicht gefährdet“.

Der Baudezernent erwartet Kosten, die sich im „unteren sechsstelligen Bereich“ bewegen werden. Fraglich ist noch, wer am Ende des Tages die Zeche zahlen muss: die Stadt Düren oder die Stadtwerke-Tochter Leitungspartner, der das gesamte Wasserleitungsnetz im Stadtgebiet gehört. Ob dazu auch die 1967 stillgelegten Wasserspeicher gehören, muss noch ermittelt werden.

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