Unter dem großem Zelt entsteht ein neues Haus

Von: Guido Jansen
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Bau-Besprechung vor dem neuen Haus unter dem großen Zelt: Die Bauherrn Peter Biegon (von links) und Viola Schinke sowie Klaus Biesen. Foto: Guido Jansen

Düren. Am Montag wird das größte Geschenk in Düren ausgepackt. Zehn Meter hoch ist die Verpackung, 13 Meter breit und 17,5 Meter tief. „Ich freue mich schon auf den Moment. Das ist genau so wie Geschenke auspacken”, sagte Viola Schinke. Dann wird die Bauherrin ihr neues Haus in Gürzenich erstmals von der Straße aus sehen können und das große Zelt, das derzeit noch über dem Neubau steht, wird abgebaut.

Dass ihr Haus einmal zur zeitweiligen Attraktion in Gürzenich werden würde, damit hatten Schinke und Partner Peter Biegon überhaupt nicht gerechnet, als sie den Neubau in Auftrag gegeben haben.

„Wir wussten nichts davon, dass es unter einem Zelt gebaut wird”, sagte Biegon, fuhr mit seinem Blick entlang des Zeltes und fügte hinzu: „Das sieht gerade aus wie ein Flugzeug-Hangar.” Der Hausbau unter einem Zelt ist die Idee des Bauunternehmers Viebrockhaus. Drei Monate Bauzeit garantiert die Firma laut Klaus Biesen, dem Geschäftsführer Massivhauspark, in dem Modellhäuser aufgebaut sind. Die drei Monate kann Viebrockhaus dank des Zeltes auch im Winter einhalten. Keine vorübergehende Beurlaubung der Mitarbeiter wegen Schlechtwetter-Phase, kein Regen- oder Schneefall, der den offenen Neubau voll Wasser laufen lässt. Zudem wird das Zelt beheizt, damit kein Schnee auf dem Dach liegen bleibt - dem Zeltdach wohlgemerkt.

Auf Schienen

Sobald das entstehende Haus ebenerdig angekommen ist - entweder weil der Keller fertig oder die Bodenplatte gelegt ist - wird das Zelt aufgebaut. Während im Winter an den meisten anderen Neubau-Projekten nicht viel passiert, wird unter dem Zelt fleißig gearbeitet. Hin und wieder ist ein Blick auf das neue Eigenheim von Viola Schinke und Peter Biegon trotzdem möglich. Denn das Zelt steht auf Schienen. So können die einzelnen Bahnen verschoben werden - beispielsweise wenn große Bauteile angeliefert werden. 25 Zelte hat die Firma im Einsatz.

Am Montag wird entpackt

Etwa einen Monat lang steht ein Zelt über einem Neubau - so lange, bis das Haus wetterfest abgeschlossen ist. Laut Biesen kommt jedes Zelt etwa vier Mal pro Winter-Saison zum Einsatz. Die Firma könne damit etwa 100 Bauprojekte mehr umsetzen. Teurer wird das Haus deswegen nicht. „Der Preis bleibt gleich”, so Biesen.

Jetzt ist die Zelt-Zeit vorbei. Nun können Viola Schinke und Peter Biegon erstmals einen unverbauten Blick auf ihr neues Zuhause werfen. Die Vorfreude bei ihnen war so groß wie die eines Kindes kurz vor der Bescherung am Heiligen Abend.
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