Vossenack - „Unser Dorf hat Zukunft“: Vossenack punktet auf Bundesebene

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„Unser Dorf hat Zukunft“: Vossenack punktet auf Bundesebene

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Kreuz und quer durch Vossenack führten die Mitglieder des Arbeitskreises wie Werner Franke (links) die Mitglieder der Bundeskommission und informierten diese über alles Sehens- und Erlebenswerte. Foto: Bongartz

Vossenack. Man hatte es bereits angedroht, aber dass die Mitglieder der Bundeskommission so unerbittlich sein würden, damit hatten wohl die wenigsten gerechnet: Gerade als der Vossenacker Ortsvorsteher Ulli Hallmanns am Ende der dreistündigen Besichtigungstour durch das Dorf zu abschließenden Worten ansetzte, verließen die 14 Mitglieder der Kommission um ihren Vorsitzenden Dr. Reinhard Kubat plötzlich und wortlos das Dorfgemeinschaftshaus.

Es war Punkt 18:30 Uhr. Ein Zeichen der Unhöflichkeit? Oder schlimmer gar: Sollte Vossenack bei der Bundeskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ einen schlechten Eindruck hinterlassen haben? Mitnichten, Kubat und seine Kollegen halten sich einfach strikt an die Formalien. Man überziehe nie, hatte der Kommissionsvorsitzende zu Beginn des Besuchs angekündigt und er hielt Wort: Nach genau drei Stunden brach die 15-köpfige Jury wieder auf.

Allerdings nicht ohne den Vossenackern Hoffnung zu machen: „Das war sehr, sehr eindrucksvoll und hat uns sehr, sehr gut gefallen“, sagte Dr. Reinhard Kubat zum Schluss des Besuchs im Dorfgemeinschaftshaus. Eine eindeutige Auskunft über die Chancen Vossenacks im Bundeswettbewerb wollte Kubat natürlich nicht geben, aber dies fügte er sehr wohl noch an: „Ich bin begeistert, es ist hier richtig schön.“ Mit einer Medaille könne man im Hürtgenwalder Ortsteil ohnehin rechnen, nur ob es jetzt am Ende Bronze, Silber oder Gold wird, da müsse man sich schon noch überraschen lassen.

Die Einwohner hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, damit am 28. Juni, wenn die Ergebnisse von „Unser Dorf hat Zukunft“ verkündet werden, eine Goldmedaille für Vossenack heraus springt. An zahlreichen Häusern wurden Flaggen gehisst, die Rasen und Vorgärten präsentierten sich in tadellosem Zustand und am Straßenrand wurden die Kommissionsmitglieder immer wieder von freundlich winkenden Dorfbewohnern gegrüßt.

Und natürlich zeigten Bürgermeister Axel Buch, Ortsvorsteher Hallmanns und die Mitglieder des Arbeitskreises Landeswettbewerb Dr. Kubat und seinen Kollegen, was es alles in Vossenack zu sehen und erleben gibt. Begleitet wurden sie dabei von zahlreichen weiteren Dorfbewohnern, aber auch die Landtagsabgeordneten Rolf Seel (CDU) und Peter Münstermann (SPD) sowie der Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan (SPD) und später auch MdB Thomas Rachel (CDU) ließen es sich nicht nehmen, mit von der Partie zu sein.

Viele Notizen

Zu Fuß, aber auch per Bus ging es kreuz und quer durch die Ortschaft und das angrenzende Raffelsbrand. Dabei machten sich die Kommissionsmitglieder immer wieder Notizen und hielten ihre Eindrücke unentwegt mit Kameras fest. „Das hilft, sich später zurück zu erinnern“, meinte Kommissionsmitglied Andreas Boening.

Zwischendurch wurden der Jury preisgekrönter Holunder-Likör aus lokaler Herstellung und andere Leckereien gereicht, damit man auf den Geschmack kommt. Guten Eindruck hinterlassen haben auch die Vossenacker Volksmusikanten, die die Kommissionsmitglieder mit einem Ständchen begrüssten. Der Kommissionsvorsitzende Kubat war jedenfalls so beeindruckt, dass er die Musiker spontan zur offiziellen Preisverleihung im Rahmen der Grünen Woche 2014 nach Berlin einlud: „Wenn die „Volkis“ wollen, dann laden wir sie herzlich ein und sie dürfen vor ein paar Tausend Besuchern ihre Musik machen.“

Einen Gewinner hat der Wettbewerb also bereits gefunden, aber auch Vossenack könne sich bereits als Gewinner fühlen. Kubat: „Gewonnen haben Sie ja schon: Welche Impulse hier freigesetzt und umgesetzt worden sind, dazu kann man nur gratulieren. Sie haben natürlich Zukunft.“

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