Unermüdlicher Kämpfer für Umwelt- und Naturschutz

Von: Sandra Kinkel
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Astrid Hohn, stellvertretende Landrätin des Kreises Düren, Landtagsabgeordnete Gudrun Zentis, Corinna Beck vom Landschaftsverband Rheinland, Renate und Walter Jordans mit Enkelchen Oskar und Bürgermeister Heinrich Göbbels. Foto: kin

Langerwehe. „Wir haben keinen Grund aufzuhören. Und ich gebe heute mein Versprechen an Bürgermeister Heinrich Göbbels und Landrat Wolfgang Spelthahn, mich weiter mit ihrer Politik auseinanderzusetzen und weiter unangenehme Dinge zur Sprache zu bringen.“ Walter Jordans aus Langerwehe ist ein unermüdlicher Kämpfer für Umwelt- und Naturschutz.

Seit mehr als 25 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich in verschiedenen Verbänden und Institutionen. Für seinen beispielhaften Einsatz ist er jetzt mit dem Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland ausgezeichnet worden.

Gerade im Umwelt- und Naturschutz, so Corinna Beck, stellvertretende Vorsitzende des Landschaftsausschusses des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in ihrer Laudatio, sei die ehrenamtliche Arbeit heute wichtiger denn je. „45 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten sind in Nordrhein-Westfalen als gefährdet eingestuft. Die Einhaltung unserer Natur mit all ihren Werten kann nicht allein Sache derer sein, die diese Aufgabe beruflich wahrnehmen. Hier sind wir alle gefordert.“ Walter Jordans’ ehrenamtliches Engagement sei seit Jahrzehnten darauf ausgerichtet, seine Heimat als lebens- und liebenswerten Natur- und Kulturraum zu erhalten. Dabei habe Walter Jordans sich nie entmutigen lassen. „Er war immer zielstrebig und eisern.“ Walter Jordans hat die Langerweher Umwelt- und Naturschutz-Aktion (Luna) vor mehr als 20 Jahren gegründet und gehört zu ihrem Vorstand. Er ist Gründungsmitglied der Bürgerinitiative „Für Müllvermeidung – gegen Müllverbrennung“. Auch der Nachfolger dieser Initiative „Das bessere Müllkonzept“ geht auf Jordans zurück, der nach seiner Ausbildung als Dreher und dem Ingenieurstudium in Jülich am Nelly-Pütz-Kolleg in Düren als Lehrer gearbeitet hat. Mit dem Projekt „Dürener Saftmobil“ setzt er sich für die Erhaltung und Neuanlage von Streuobstwiesen als prägendes Element der rheinischen Kulturlandschaft ein. Darüber hinaus hat er in seiner Heimatgemeinde Langerwehe auch die Zukunftswerkstatt initiiert.

„Walter Jordans legt den Finger in Wunden, so dass es richtig weh tut“, so Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels. „Und so erreicht ervseine Ziele. Walter Jordans hat den Rheinlandtaler wirklich verdient.“ Jordans und er, so Göbbels, befänden sich häufiger in „kontroversen Diskussionen“. „Wir kollidieren auch schon einmal miteinander“, schmunzelte der Bürgermeister. „Und ich hoffe, das bleibt auch so.“ Astrid Hohn, stellvertretende Landrätin des Kreises Düren, lobte Walter Jordans „hohe Kampfkraft“. „Mit ihrem enormen Engagement kommen viele Glücksmomente, aber auch Enttäuschungen daher. Sie hatten und haben immer auch eine hohe emotionale Belastung zu tragen.“ Für den Preisträger selbst war die Auszeichnung mit dem Rheinlandtaler Anlass, Danke zu sagen. „Ohne meinen guten Freund Lothar Kurth und all meine Mitstreiter in den Verbänden und Organisationen wäre meine Arbeit auch nicht möglich gewesen.“

Jordans berichtet von außergewöhnlichen Protestaktionen. „Wir haben Protestsongs gesungen, wir haben aber auch Mülltonnen auf öffentlichen Plätzen geleert, um zu zeigen, was noch verwertet werden kann und was nicht.“ Politik und Bürger, so Jordans, müssten mehr aufeinander hören. Und die Politik müsse die Bürger und Verbände vielmehr einbinden. „Bei aller Kritik habe ich aber auch gelernt, Respekt vor Mandatsträgern zu bekommen“, so Jordans. „Die müssen sich immer neu in ein Thema einarbeiten. Wir hatten dagegen nur ein Thema. Und auf diesem Gebiet waren und sind wir echte Experten.“ Walter Jordans will und wird weitermachen. „Heute ist Klimaschutz unser großes Thema“, so der Großvater zweier Enkelkinder.

„Wenn wir die Erderwärmung nicht auf ein erträgliches Maß beschränken, werden wir in dieser Größenordnung nicht weiterleben können. Wir haben wirklich keinen Grund aufzuhören.“

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