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Über hundert Dürener helfen den Flutopfern

Von: Fred Schröder
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In einer großen Halle konnten die Hilfsgüter für die Flutopfer abgegeben werden. Foto: Fred Schröder

Düren. Ein Gewusel wie auf einem Ameisenhaufen. Und das nur für die gute Sache: Über hundert Freiwillige, die meisten von ihnen Jugendliche, engagierten sich für die Flutopfer in den Hochwassergebieten der Republik. Sie folgten spontan einem Aufruf des Vereins „Medical- Service Düren“.

Der noch junge Verein, der sich unter anderem die Absicherung von Veranstaltungen auf die Fahnen geschrieben hat, rief zur Spendenaktion „Düren hilft“ auf.

Der Anstoß, so Michaela Neumann vom „Medical Service“, kam von einer älteren Dame. „Die hat zu uns gesagt: Da müsst ihr helfen“. „Und die Resonanz war und ist überwältigend“, fügt Dennis Ruland hinzu. Eine Feststellung, die auf Spender und Helfer gleichermaßen zutreffend ist. In vielen Telefonaten wurden Helfer animiert, Sponsoren angesprochen und technische Details geklärt.

Eine Anfrage in den ostdeutschen Hochwassergebieten ergab, dass im Raum Magdeburg sowohl Bedarf an Hilfsgütern besteht als auch Lagerkapazitäten zur Verfügung stehen. Während der Verein seine Mitglieder in Gang setzte, überschlugen sich am Montagmorgen die Ereignisse. Von der Aktion „Düren hilft“ hörten Lehrkräfte des Thomas-Eßer-Berufskollegs in Euskirchen. Spontan riefen sie die Schüler zur Mithilfe auf. Wie aber nach Düren kommen? Schnell stand fest: Ein Busunternehmen aus Mechernich fährt die jungen Leute kostenlos nach Düren.

Begeistert wurden die jungen Leute aus der Region Euskirchen an der Monschauer Straße empfangen. In der Halle, die die Beschäftigungsgesellschaft Low-Tec zur Verfügung stellte, stapelten sich die Sachspenden. Vom Spielzeug über Kinderfahrräder, von Haushaltsartikeln bis hin zu Möbeln oder Krankenhausbedarf im Wert von 16.000 Euro gibt es fast alles. Gespendet von vielen Privatpersonen, aber auch von Unternehmen.

Früher als erwartet waren die 700 Kartons gepackt und zum Abtransport bereit gestellt. Schon am frühen Nachmittag war man startklar. Eine Stolberger Spedition brachte die Hilfsgüter nach Magdeburg. Michaela Neumann und ihre Helfer hatten Tränen in den Augen. „Mit dieser Welle der Hilfsbereitschaft hatten wir nicht gerechnet. Das Ergebnis der Aktion macht uns Mut, weiter zu machen.“

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