Aachen/Düren/Heinsberg - Tückisches Eis am frühen Morgen: Mehr als 90 Unfälle

Tückisches Eis am frühen Morgen: Mehr als 90 Unfälle

Von: zva
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Glatteis
Bei Glatteis muss gekehrt werden, da lassen die Gerichte keinen Zweifel. Foto: ddp

Aachen/Düren/Heinsberg. Eine tückische Kombination: In der Luft ein Hauch von Frühling, doch im Boden steckt noch der Winter. Die Folge: Vor allem in offenen Lagen waren die Straßen am Dienstagmorgen spiegelglatt.

In Stadt und Kreis Aachen wurden insgesamt acht glatteisbedingte Unfälle gemeldet, im Kreis Düren 53, im Raum Heinsberg insgesamt 30. Unter anderem wurden zwei Rollerfahrer verletzt, als sie mit ihren Fahrzeugen in Alsdorf auf der Mariadorfer Straße und in Würselen auf der Klosterstraße stürzten. Bei den anderen Unfällen im Kreis Aachen gab es Blechschäden.

Der Polizei in Düren wurden ab etwa 5 Uhr insgesamt 53 Verkehrsunfälle gemeldet. Bei elf Unfällen mit Personenschäden wurden 14 Verletzte registriert, die in Krankenhäusern behandelt werden mussten oder selbstständig zum Arzt gehen wollten. Bei der Einsatzleitstelle der Polizei stand das Notruftelefon bei der für viele Verkehrsteilnehmer überraschend hereinbrechenden Straßenglätte nicht mehr still.

Auf der Tagebaurandstraße in Höhe Niederzier kam es kurz vor 7 Uhr zu einem Unfall, bei dem vier Personen verletzt wurden. Kurze Zeit vorher war es im Bereich von Ellen zu einem Zusammenstoß gekommen, an dem acht Fahrzeuge beteiligt waren.

In der Ortschaft Soller wurde ein 29 Jahre alter Mofa-Fahrer aus Nideggen verletzt, als ein Auto beim Passieren einer Verkehrsinsel ins Schleudern kam und dadurch bedingt auf die Gegenfahrbahn geriet und den Zweiradfahrer erfasste. Dieser stürzte zu Boden und klagte anschließend über Schmerzen.

Zwischen 4.50 Uhr und 8.30 Uhr ereigneten sich auch im Kreis Heinsberg viele glatteisbedingte Verkehrsunfälle. 24 mal blieb es glücklicherweise bei Blechschäden, bei sechs Unfällen wurden acht Menschen verletzt. Sieben von ihnen erlitten leichte Blessuren, eine Fahrerin musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Die 37-jährige Frau war gegen 5.40 Uhr auf der Kreisstraße 29 aus Richtung Tüschenbroich in Richtung Arsbeck unterwegs. Auf der eisglatten Fahrbahn geriet sie mit dem Fahrzeug ins Schleudern und prallte seitlich mit dem entgegenkommenden Wagen eines 66-jährigen Mannes aus Niederkrüchten zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen der Frau in ein tieferliegendes Feld geschleudert. Die 37-Jährige wurde im Wagen eingeklemmt. Hinzugerufene Feuerwehrkräfte befreiten die Autofahrerin und nach notärztlicher Versorgung an der Unfallstelle musste sie mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Mönchengladbacher Krankenhaus gebracht werden. Der 66-Jährige und seine 56-jährige Beifahrerin, ebenfalls aus Niederkrüchten, erlitten leichte Verletzungen und wurden zur ambulanten Versorgung mit Rettungswagen ins Wegberger Krankenhaus gebracht.

In Rheurdt (Kreis Kleve) starben nach Polizeiangaben ein 23-jähriger Autofahrer und seine 24-jährige Beifahrerin, als ihr Pkw in einer Kurve ins Schleudern geriet und auf der Gegenfahrbahn mit dem Wagen eines 45-Jährigen kollidierte. Der 45-Jährige kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Nahe Schwalmtal (Kreis Viersen) verunglückte ein 59-jähriger Pkw-Fahrer tödlich. Der Mann war mit seinem Fahrzeug auf Glatteis von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Böschung geprallt. Das Fahrzeug überschlug sich, der Fahrer wurde in seinem Auto eingeklemmt. Rettungskräfte konnten ihm nicht mehr helfen.

Die Polizei bittet weiterhin um vorsichtige Fahrweise, der Boden ist gefroren, so dass weiterhin mit Glatteis zu rechnen ist. Vor allem auf Steigungs- und Gefällestrecken sowie auf freien Flächen und Brücken kann sich Glatteis bilden, dass abends und am frühen Morgen in der Dunkelheit nur schwer erkennbar ist.
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